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Brut auf Plastikeiern
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Geschrieben von: Martina   
Donnerstag, den 07. Januar 2010 um 13:58 Uhr

 

Nicht jeder Tretakt führt zu einem Gelege. Begehen die Nymphensittiche vermehrt den Tretakt, sollte der Vogelhalter aufmerksam sein und alles höhlenartige verbauen. Finden die Nymphensittiche gar keinen Platz, wo sie ein Gelege herrichten können, werden die Eier auch auf dem Volierenboden gelegt. Völlig unvorbereitet ist der aufmerksame Vogelhalter, der das Verhalten seiner Vögel gut kennt, also nicht.

Das erste Ei wird nach dem Legen zunächst nicht sehr beachtet. Deswegen bietet sich die Möglichkeit, es entweder ersatzlos zu entfernen oder gegen ein Plastikei einzutauschen. In dem gelegten Ei ist mangels Bebrütung noch kein Leben entstanden. Man wirft also kein Küken in den Mülleimer. Erst wenn das Ei konstant 4 Tage bebrütet wurde, entwickelt sich Leben.

Auch die nachfolgenden Eier – ein Gelege besteht aus durchschnittlich 4 bis 6 Eiern, müssen entsorgt bzw. ausgetauscht werden.

Entschließt man sich dazu, ein Gelege zuzulassen, müssen alle Eier gegen Plastikeier ausgetauscht werden, denn ohne Zuchterlaubnis dürfen in Deutschland keine Papageien nachgezogen werden.

Gebrütet wird meist ab dem 2. Ei.

Die maschinell erstellten Plastikeier haben eine Naht, sind also mittels Tastsinn von den echten Eiern zu unterscheiden. Um ganz sicher zu gehen, können die Plastikeier mit einem wasserfesten Stift markiert werden.

In der nächsten Zeit wird alle zwei Tage ein Ei gelegt. Es vergehen bis zu zwei Wochen, bis ein Gelege vollständig ist. Während dieser Zeit sitzt die Henne nicht stramm auf ihrem Gelege. Erst wenn das letzte Ei da ist, verlässt die Henne nur noch zum Futtern und Abkoten das Gelege. Mit dem Hahn wechselt sich die Henne im 12-Stunden-Rhythmus ab. Der Hahn brütet tagsüber, die Henne nachts.

Das Legen der Eier ist für die Henne sehr anstrengend. Sie muss daher in dieser Zeit ausreichend mit Mineralien und Kalk versorgt sein. Ansonsten zieht sie sich den Kalk für die Eischale aus den Knochen, was äußert gefährlich ist. Während der Brutzeit verlieren die Elterntiere stark an Gewicht, weil sie sich nicht so ausgiebig wie sonst mit der Nahrungsaufnahme beschäftigen. Nach der Brut wird deswegen viel Futter aufgenommen, um den Gewichtsverlust rückgängig zu machen.

Da die Elterntiere während des Brütens nicht abkoten, setzen sie nach dem Schichtwechsel einen sehr großen Kothaufen ab, der flüssiger und geruchsintensiver als normaler Kot ist.

Während der kommenden ca. 21 Tage werden die Plastikeier gegen andere Vögel aber auch gegen Menschen verteidigt. Brütende Nymphensittiche sind sehr aggressiv und ihre Schnabelhiebe können blutig enden. 

21 bis 25 Tage, nachdem die Eier fest bebrütet wurden, verlieren die Nymphensittiche das Interesse am Gelege. Wird dem Gelege überhaupt keine Beachtung mehr geschenkt, kann es entfernt werden.


 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 13. April 2011 um 20:28 Uhr
 


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