Alternative Heilmethoden
Alternative Heilmethoden bzw. Komplementärmedizin (Naturheilkunde)
In der Humanmedizin gibt es mittlerweile über 50 alternative Heilmethoden. In der Veterinärmedizin kommen jedoch nur eine Handvoll dieser Methoden zur Anwendung. Hierzu gehören die Bachblütentherapie, Bioresonanztherapie, Farbtherapie, Homöopathie, Irisdiagnostik, Lichttherapie und Pflanzenheilkunde.
Komplementär bedeutet "Ergänzung" und wird abgeleitet von "komplettieren". Wörtlich übersetzt ist die Alternativ- oder Komplementärmedizin also die "ergänzende Medizin" zur Schulmedizin (auch klassische oder wissenschaftlich orientierte Medizin genannt).
Im Unterschied zur Schulmedizin wurde die Alternativmedizin nicht exakt wissenschaftlich erforscht. Dementsprechend sind die Ergebnisse bzw. die Wirksamkeit nicht genau belegt.
Im Umkehrschluss bedeutet es aber nicht –wie von vielen Kritikern behauptet -, dass die Komplementärmedizin unwirksam ist, sondern dass lediglich das Augenmerk der Wissenschaft auf die klassische Medizin gerichtet ist. Studien zur Wirksamkeit der Alternativmedizin kommen bislang relativ selten vor. Da jedoch das allgemeine Interesse an alternativen Heilmethoden sehr groß ist, nehmen sich viele Institute und Universitäten dem Thema an. In Studien wird die Wirksamkeit der Komplementärmedizin untersucht, um auch für diese Form der Medizin wissenschaftlich fundierte Daten zu erhalten. Für die Wirksamkeit der Alternativmedizin spricht z.B., dass in der Humanmedizin einige Krankenkassen div. Methoden anerkennen und die Kosten übernehmen.
Alternativmedizin ist keine Erscheinung der modernen Welt. Akkupunktur wurde z.B. schon im zweiten Jahrhundert vor Christus schriftlich belegt. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist ein etwa 6.000 Jahre altes Heilverfahren. Die Homöopathie wurde im 19. Jahrhundert von Samuel Hahnemann entwickelt. Die Pflanzenheilkunde ist aus der alten Kräuterheilkunde hervorgegangen, die erstmals bei Imhotep (lebte um 2700 v. Chr.) Erwähnung findet. Somit zählen viele Rubriken der Alternativmedizin zu den ältesten angewandten Heilmethoden, die trotz des aktuellen Aufschwungs der Chemie bis in unsere heutige Zeit überliefert und besonders von Heilpraktikern erhalten und weiterentwickelt werden.
Genau wie bei der Schulmedizin auch gibt es viele unwirksame Methoden und Fehlschläge. Ob die Alternativmedizin wirkt oder nicht hängt auch viel mit dem einzelnen Tier zusammen und wie der jeweilige Organismus die angewandte Methode annimmt. Bei einigen Tieren brachte die gewählte Heilmethode hervorragende Ergebnissen, bei anderen blieb sie ohne größere (Aus)wirkungen.
Leider gibt es in der Alternativmedizin –genau wie in der Schulmedizin auch- einige sogenannte "schwarze Schafe“ unter den Therapeuten. Diese werden stellvertretend für alle Therapeuten hergenommen und schaden so dem Image der Alternativmedizin. Genau wie bei der Wahl des eigenen Zahnarztes beispielsweise so sollte auch bei der Wahl des alternativen Behandlers genau überlegt werden, wem man die Gesundheit seines Tieres anvertrauen möchte.
Die Komplementärmedizin sollte als das anerkannt werden, was der Name bereits aussagt: Eine Ergänzung zur klassischen Schulmedizin. Beide Methoden können kooperieren. Alternative Heilmethodik bedeutet daher nicht, dass man auf die Schulmedizin und dem ärztlichen Rat verzichten soll, sondern vielmehr die Unterstützung des körperlichen Wohlbefindens und oftmals Vorbeugung von Krankheiten. Ob die Alternativmedizin die Schulmedizin in einigen Bereichen ersetzen kann, bleibt abzuwarten. Im Endeffekt zählt, ob dem kleinen Patienten geholfen werden konnte. Getreu dem Motto: Wer heilt, hat Recht.
Nachfolgend werden die bei Nymphensittichen zur Anwendung kommenden Verfahren Bachblütentherapie, Farbtherapie, Homöopathie und Pflanzenheilkunde erläutert. Zudem erfolgen Erfahrungsberichte.
Die Bach-Blütentherapie wurde in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts von dem britischen Arzt Dr. Edward Bach entwickelt und gehört zu den alternativen Heilmethoden. Es handelt sich bei den Bach-Blüten nicht um Blüten, die an einem Bach wachsen, wie oftmals fälschlicherweise angenommen wird.
In der Bachblütentherapie wird –genau wie bei anderen Naturheilverfahren auch- die Annahme vertreten, dass die Ursache der Erkrankung nicht nur physisch bedingt ist, sondern auch psychisch.
Das Leben der Nymphensittiche wird von sehr vielen äußeren und inneren Faktoren beeinflusst. Eine Vielzahl von Reizen können ihr inneres Gleichgewicht stören. Es sind nicht nur Menschen von der Reizüberflutung betroffen und reagieren mit psychosomatischen Erkrankungen (wie Magen-, Herz-, Kreislauf- oder Hauterkrankungen ohne organische Ursache). Auch unsere Vögel leiden unter Krisen in der Partnerschaft, im Schwarm oder in der Beziehung zum Halter. Sie reagieren mit Verhaltensauffälligkeiten und -störungen, bis hin zu psychischen und physischen Erkrankungen.
Wenn durch äußere oder innere Umstände das seelische Gleichgewicht verloren geht und die innere Harmonie aus der Balance gerät, kann eine Krankheit auf körperlicher Ebene ausbrechen.
Bei den Beschreibungen der einzelnen Blüten werden disharmonische Seelenzustände nur unvollständig dargestellt, es werden nur Beispiele genannt. Es kann kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden. Zudem können auch nie alle beschriebenen Symptome auf einen einzelnen Nymphensittich zutreffen. Bei der Wahl der richtigen Blüte genügen ein oder zwei der genannten Symptome.
Allerdings sei darauf hingewiesen, dass Bachblüten nicht den Charakter verändern. Ein von Natur aus aggressives Tier wird nicht durch die Gabe von Bachblüten plötzlich lammfromm werden. Auch schaffen Bachblüten keine Fehler in der Haltung aus dem Weg. So kann ein schreiender alleine gehaltener Nymphensittich nicht durch Bachblüten davon abgehalten werden, weiterhin nach Artgenossen zu rufen. Es entspricht seiner Natur als Schwarmvogel nicht alleine zu leben. Hier hilft nur, den Nymphensittich mit seinesgleichen zu vergesellschaften.
Dr. Bach entdeckte 37 Blüten und ein heilkräftiges Quellwasser (Rock Water – Anwendung bei übertriebener Selbstdisziplin) und entwickelte zusätzlich eine Notfall-Blütenmischung aus fünf verschiedenen Bach-Blüten.
Die Notfall-Mischung (Rescue Remedy) ist die bekannteste Bachblüte und sollte in keiner Notfallapotheke fehlen. Die Mischung kann bei allen kleinen und größeren Lebenskrisen helfen. In vielen Situationen können die Notfalltropfen zur Beruhigung angewandt werden. Notfalltropfen können in vielen emotional belastenden Situationen eingesetzt und auch vorbeugend verabreicht werden. Sie sind als erste Hilfe in emotional belastenden Situationen gedacht.
Beispiele für den Einsatz der Notfalltropfen um das seelische Gleichgewicht zu stabilisieren: nach dem Tod des Partnervogels, vor einem TA-Besuch, nach (heftigem) Streit innerhalb der Partnerschaft/des Schwarms, bei Trennung von den Artgenossen und/oder Halter, nach einem Night-Fright.
Die Notfalltropfen enthalten folgende Bach-Blüten: Cherry Plum (wirkt harmonisierend bei innerer Anspannung), Clematis (wirkt bei Neigung zu geistiger Abwesenheit ausgleichend), Impatiens (wirkt harmonisierend bei psychischem Stress und Unruhe), Rock Rose (wirkt wohltuend bei Verzweiflung und Panik) und Star of Bethlehem (als Ausgleich der inneren Balance bei psychischen Verletzungen).

Die 37 Blüten und deren Anwendungsgebiete:
Agrimony (Agrimonia eupatoria / Odermennig) Verbergung der Sorgen, innere Ruhelosigkeit, harmoniebedürftig, Vogel scheint immer gut gelaunt zu sein, ängstlich ohne es offen zu zeigen, Vogel braucht viel Abwechslung und Anregung, verkrampft, verspannt, ist überfordert und/oder überanstrengt, träger Vogel, unkonzentriert, lernt nicht aus Erfahrungen. Durch Agrimony kann sich der Vogel einer Situation stellen und sie annehmen, das Sozialverhalten wird harmonischer. Bei Muskelverkrampfungen und Verstopfung.
Aspen (Populus tremula / Espe, Zitterpappel) Ängste die undefinierbar und scheinbar grundlos sind, sensibel, innerliche Panik, konnte kein Urvertrauen entwickeln, steht allem neuen misstrauisch gegenüber, plötzliche Angst- und Panikanfälle, Angst vor der Nacht und Dunkelheit, aus Angstverhalten heraus Tyrannisierung der Umgebung. Empfindliche Reaktionen auf Stimmungsschwankungen des Partnervogels oder des Halters. Bei Reisekrankheit und Wetterfühligkeit anzuwenden.
Beech (Fagus sylvatica / Rotbuche) kritisch, kleinlich, pedantisch, geht Konflikten aus dem Weg, innerlich angespannt, wenig Selbstvertrauen, leidet unter Ekzemen, intolerant, hat einen zu starken Willen, der immer durchzusetzen versucht wird; unausgeglichen, aggressiv, beißt, Selbstrupfen und/oder Partnerrupfen, droht, nicht berechenbar; hat Schwierigkeiten Kontakt zu anderen Vögeln und Halter aufzunehmen. Bei Allergien anzuwenden.
Centaury (Centaurium erythraea (umbellatum) / Tausendgüldenkraut) steckt schnell zurück und resigniert, passiv, fügsam, unterwürfig, harmoniebedürftig, wenig entwickeltes Selbstwertgefühl, mutlos, traurig, schwermütig, Vogel ist beinflussbar, kann sich schlecht abgrenzen, ist zu gutmütig, lässt alles mit sich machen, mit der Situation überfordert, verlangt ständiges Loben, führt Befehle aus. Durch Centaury heilen Krankheiten oder Infektionen schneller aus. Anzuwenden bei häufigem Parasitenbefall. Als Frühjahrskur zur Entschlackung. Ist der Vogel durch lange andauernde kräftezehrender Krankheit geschwächt, wird die Genesung beschleunigt.
Cerato (Ceratostigma willmottiana / Bleiwurz) möchte alles richtig machen, weiß aber nicht, wie. Selbstzweifel, wenig oder kein Selbstvertrauen, Selbstvertrauen konnte durch Handaufzucht und/oder Einzelhaltung nicht aufgebaut werden. Bei Heimweh und bei Abwesenheit des Halters anzuwenden.
Cherry Plum (Prunus cerasifera / Kirschpflaume) steht unter starker innerer Anspannung, verkrampft, kann sich nicht mehr entspannen, jähzornig, kann seine Gefühle nicht mehr beherrschen. Angst, die Kontrolle zu verlieren. Der natürliche Instinkt ist nur ungenügend vorhanden, Angstbeißer oder -schreier oder -hacker, panische Ängste. Bei Muskelverspannung und Verstopfung. Nach Kämpfen, Unfällen und/oder Panikattacken anzuwenden. Ebenso wenn der Vogel seinen Verband ständig entfernt.
Chestnud Bud (Aesculus hippocastanum / Rosskastanie – Knospe) Lernen fällt schwer, lernt langsam, Lern- und Aufnahmefähigkeit blockiert. Schwierigkeiten, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren, lernt nicht aus den Fehlern, kämpft immer wieder mit den gleichen Schwierigkeiten, unaufmerksam, zerstreut, ist in Gedanken schon einen Schritt weiter und deswegen in der gegenwärtigen Situation unkonzentriert. Hennen können Schwierigkeiten beim Tretakt haben. Die Befruchtung der Eier gestaltet sich schwierig. Schwierigkeiten bei der Eiablage. Chestnud Bud schärft das Wahrnehmungsvermögen, steigert Talente und Fähigkeiten. Anzuwenden bei chronischen Erkrankungen oder Rückfällen.
Chicory (Cichorium intybus / Wegwarte) überfürsorglich, eifersüchtig, setzt seinen Willen auf indirekte Weise durch, fühlt sich schlecht behandelt. Hat Angst, Partner zu verlieren. Vogel ist besitzergreifend, sucht ständig die Aufmerksamkeit, spielt sich in den Vordergrund. Bei Stoffwechselerkrankungen und Lebererkrankungen anzuwenden, ebenso zur Entschlackung.
Clematis (Clematis vitalba / Gemeine Waldrebe) Vogel ist ein Tagträumer, wirkt abwesend, unaufmerksam, zerstreut, sensibel, lustlos, fehlende Motivation, Gleichgültigkeit, braucht viel Schlaf, zeigt wenig Interesse dafür Langeweile, hat Schwierigkeiten, sich zu beschäftigen, Vogel ist apathisch. Bei wiederkehrenden Krankheiten oder Krankheiten, die nicht ausheilen anwendbar. Ebenso bei schwankendem Genesungsverlauf. Zur Vermeidung von Infektionskrankheiten. Als Frühjahrskur zum Entschlacken und Entgiften.
Crab Apple (Malus sylvestris (pumila) / Wilder Apfel / Holzapfel) pedantisch und genau, braucht Ordnung in seiner Umgebung, reagiert stark auf Gerüche, Vogel hat Zwangsvorstellungen, psychische Beschwerden durch Unterdrückung (Aggression). Sensibler Vogel mit ausgeprägter Anfälligkeit für Krankheiten und/oder Allergieneigung. Crab Apple unterstützt bei körperlichen Erkrankungen den Abtransport von Giftstoffen und Krankheitserregern. Anzuwenden bei Infektionskrankheiten, sowie Erkrankungen der Leber und/oder Galle, bei Stoffwechselstörungen, Parasitenbefall, Pilzen, Bakterien, Ekzemen, Juckreiz, Probleme in der Mauser, stumpfes Gefieder. 5 Tage nach der letzten Gabe von Medikamenten (z.B. Antibiotika) einsetzen. Im Frühjahr als Kur zum Entschlacken und Entgiften.
Elm (Ulmus procera / Ulme) erschöpft, seelisch und körperlich am Ende, kraftlos, Selbstvertrauen ist verloren gegangen, Vogel ist überfordert, zweifelt daran, genügend Kraft für Leistung aufzubringen. Kann früher Erlerntes (z.B. Lied) nicht mehr, ist überlastet. Elm kann zur Regeneration und Entspannung nach Anstrengungen eingesetzt werden. Ebenso bei Erschöpfung und zur Vorbereitung auf die Brut.
Gentian (Gentiana amarella / Bitterer Enzian) unsicher, kein Vertrauen, schnelle Aufgabe, entmutigt, enttäuscht, deprimiert, skeptisch, kann Rückschläge nicht oder nur sehr schwer verkraften. Es ist ihm lieber, wenn alles beim Alten bleibt. Nach Genesung plötzlicher Rückfall in die fast überstandene Krankheit. Sensible Vögel zeigen wenig Selbstvertrauen. Gentian anwenden bei zu erwartenden erfahrungsgemäß negativen Erfahrungen (Besuch beim Tierarzt). Ebenso bei Depressionen nach dem Verlust des Partners oder Halters durch Tod oder Besitzerwechsel. Anzuwenden bei Rückschlägen während der Genesung und bei Verletzungen. Vorbeugend anzuwenden bei körperlichen und seelischen Anstrengungen (Brut, Ausstellung, Fahrt mit dem Auto). Gentian verleiht dem Vogel Selbstvertrauen, Ausgeglichen- und Gelassenheit.
Gorse (Ulex europaeus / Gaspeldorn/Stechginster) innerlich müde, hoffnungslos, deprimiert, resigniert, keine Hoffnung auf Änderung, kein Lebenswille. Hat innerlich aufgegeben und wartet, dass von außen etwas passiert. Der Vogel hat eine chronische Krankheit und die Hoffnung auf Besserung/Heilung aufgegeben. Das Futter wird verweigert. Schulmedizinisch austherapiert. Durch Gorse kann ein Stimmungsumschwung erfolgen, der die körpereigenen Heilkräfte aktiviert. Anzuwenden bei schlecht heilenden Wunden/Verletzungen.
Heather (Calluna vulgaris / Heidekraut) nimmt sich selbst sehr wichtig, ausgeprägtes Selbstvertrauen. Fürchtet sich davor, allein zu sein. Fühlt sich einsam, fühlt sich schnell ausgegrenzt und isoliert. Möchte anerkannt und bewundert werden, leidet oft unter leichten Krankheitsbeschwerden. Der Nymphensittich ist egoistisch. Er kann sich schlecht integrieren, ist wenig beziehungsfähig, spielt sich ständig in den Vordergrund, greift den Halter oder Artgenossen an, sucht Mitleid. Heather wird eingesetzt bei Herzbeschwerden, Alters- und Verschleißerscheinungen, hier insbesondere der Gelenke.
Holly (Ilex aquifolium / Stechpalme) ohne erkennbaren Grund unzufrieden oder frustriert, eifersüchtig und misstrauisch, hat kein "dickes Fell", lässt sich leicht kränken, ist leicht reizbar und unverträglich, lässt Aggression und Wut an Artgenossen, die ihm körperlich unterlegen sind, aus. Der Vogel begeht Angriffe auf den Halter, Nachwuchs oder neuen Partnervogel und ist boshaft aufgrund seiner Eifersucht. Holly wird bei schnell und heftig auftretenden Krankheiten wie z.B. Allergieschüben, starken Schmerzen, Entzündungen, plötzlich auftretende Infektionen sowie bei schlecht heilenden Wunden und lang andauernden Verletzungen angewandt. Wenn andere Therapien keine Wirkung zeigten, kann durch Holly öffnende und klärende Wirkung oftmals ein Durchbruch erfolgen.
Honeysuckle (Lonicera caprifolium / Echtes Geissblatt / Jelängerjelieber) leidet unter Abschiedsschmerz oder Heimweh, lebt in der Vergangenheit, kommt nicht über den Verlust eines geliebten Artgenossen oder Menschen hinweg, Der Nymphensittich hat Schwierigkeiten mit Ortswechsel, Umzug, neuer Einrichtung oder bei Halterwechsel. Bei Hennen kann es vorkommen, dass sie nach den erwachsenen und bereits weggenommenen Jungvögeln suchen. Honeysuckle wird angewandt bei Verlust von Artgenossen oder Menschen, bei fehlender Lebensfreude (insbesondere bei älteren Tieren) sowie bei Wunden und Verletzungen die nicht heilen wollen. Ebenso bei Narbenbildung.
Hornbeam (Carpinus betulus / Hainbuche / Weißbuche) fühlt sich vom Leben oder von der momentanen Lebenssituation enttäuscht, fühlt sich müde, ausgelaugt, ohne Schwung, kraftlos, geistig träge. Der Nymphensittich hat keine Lust am normalen Leben teilzunehmen. Die Unlust steigert sich bis zur Apathie. Dem Halter fallen Unterbrechungen in der körperlichen oder geistigen Entwicklung auf. Hornbeam wird angewandt bei Rheuma, Muskelverspannungen, Schwächen im Bewegungsapparat sowie zur allgemeinen Stärkung bei psychischen und physischen Erkrankungen.
Impatiens (Impatiens glandulifera / indisches oder drüsiges Springkraut) will am liebsten alles gleichzeitig machen, kann schwer oder gar nicht abwarten, nervös, kann sich nicht entspannen, im Krankheitsfall sehr ungeduldig, will so schnell wie möglich wieder gesund werden, weil die Genesung nicht abgewartet werden kann, Rückschläge. Der Nymphensittich darf nicht was er will, ist innerlich angespannt und reagiert deswegen gereizt auf seine Umwelt. Der Vogel kommt aus schlechten Haltungsbedingungen. Er leidet unter Magenentzündungen, Durchfälle, Leber- und Gallenerkrankungen, Krämpfe. Impatiens bringt innere Entspannung und Ausgeglichenheit.
Larch (Larix decidua / Lärche) Fühlt sich anderen Nymphen meist unterlegen, schüchtern, zu wenig Selbstvertrauen. Bei Veränderungen wie z.B. Besitzerwechsel, Tierarztbesuch, Trennung von Artgenossen oder der Bezugsperson, Einzug eines neuen Nymphensittichs findet Larch Anwendung. Ebenso um zu vermeiden, dass sich eine akute in eine chronische Krankheit verwandelt und bei schweren und lang andauernden Verletzungen wie Brüchen sowie zur Vermeidung von Rückschlägen.
Mimulus (Mimulus guttatus / gelbe Gauklerblume) Der Nymphensittich leidet unter div. Ängsten (Kälte, Dunkelheit, Einsamkeit, vor neuen Situationen, Farben, Geräusche, Gegenstände), ist schüchtern, zaghaft, körperlich empfindlich. Mimulus wird gegeben, wenn die Angst genau definierbar ist. Bei Nachbehandlungen von Verletzungen findet Mimulus ebenfalls Anwendung. Auch wenn sich der Vogel aus Angst vor Schmerzen nicht traut sich zu bewegen. Nymphensittiche, die Mimulus benötigen haben meist einen zarten Körperbau, sind scheu, nervös und zurückhaltend und neigen zu Durchfall.
Mustard (Sinapis arvensis / Ackersenf) Der Nymphensittich resigniert, kann sich über nichts freuen, ist hin und wieder ohne erkennbaren Grund schwermütig, depressiv oder traurig,. Er zeigt Depressionen scheinbar ohne Grund. Zudem ist er gelangweilt, frustriert, rupft sich oder benagt sich selbst bis es blutet. Zeigt Aggression gegen ein bestimmtes Spielzeug oder dergl. Mustard wird gegeben bei seelischen Belastungen wie z.B. Abwesenheit des Halters, ebenso bei Bewegungsunlust oder Apathie. Der Nymphie reagiert kaum auf Ansprache.
Oak (Quercus robur / Sommereiche / Stileiche) Der Nymphensittich versucht, auch bei völliger Erschöpfung sein Ziel zu erreichen. Er ist ehrgeizig, nicht fähig, sich richtig zu entspannen und gibt auch bei Überforderung nicht auf. Er ist ständig beschäftigt, macht aber trotz sichtlicher Erschöpfung weiter. Der Vogel kommt nicht damit zurecht, dass ihm etwas genommen wurde, womit er sich am liebsten beschäftigte oder dass er z.B. nicht mehr so viel Freiflug wie sonst genießen darf. Oak wird bei Muskelverspannungen und Durchblutungsstörungen eingesetzt. Bei lange andauernder oder schwerer Erkrankung gibt Oak neue Kraft. Ältere Tiere, die physisch noch gut davor sind, bekommen mehr Elan.
Olive (Olea europaea / Ölbaum / Olivenbaum) Der Nymphensittich ist energielos, erschöpft nach langer Krankheit, hat ein übergroßes Schlafbedürfnis, ist lustlos, zeigt eine schlaffe Körperhaltung, verfügt über eine schwache Konstitution und ist nicht besonders mutig. Olive wird eingesetzt bei körperlicher und seelischer Erschöpfung, Interessenlosigkeit sowie mangelnder Belastbarkeit. Auch bei körperlicher Erschöpfung nach einer großen Anstrengung, z.B. nach Ausstellung, bei oder nach kräftezehrender Krankheit oder chronischen Beschwerden. Vorbeugend wird Olive vor großen Belastungen gegeben. Für empfindliche Vögel, die zu Erkältungen oder anderen Infektionen neigen ist Olive ebenso geeignet. Weiter zur Stärkung der Muskulatur, nach Brüchen, Prellungen, Verstauchungen, bei Schwäche des Bewegungsapparates, nach Antibiotika-Therapie zur Wiederherstellung der Darmflora, bei Herzproblemen und bei Nierenfunktionsstörungen. Bei körperlichen und seelischen Anstrengungen kann der Vogel durch Olive wieder ins Gleichgewicht kommen.
Pine (Pinus sylvestris / Kiefer) Der Vogel neigt grundlos zum schlechten Gewissen, er leidet unter Schuldgefühlen, ihm mangelt es an Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Zudem hat er ständig ein schlechtes Gewissen, zuckt schon bei leicht erhobener Stimme des Halters zusammen und hat Angst, etwas falsch gemacht zu haben. Der Vogel lässt sich von seinen Artgenossen unterdrücken, auch die Körperhaltung ist unterwürfig und geduckt.
Red Chestnut (Aesculus carnea / Rote Kastanie) Der Nymphensittich ist übertrieben ängstlich und pessimistisch, er hat Angst um Andere, ist überfürsorglich und hat einen ausgeprägten Schutztrieb. So kann er z.B. seine Küken nicht loslassen.
Rock Rose (Helianthemum nummularium / Sonnenröschen) Diese Blüte wird gegeben kurz vor einem körperlichen oder seelischen Zusammenbruch, wenn der Vogel einen Unfall oder Katastrophe miterlebt hat und noch unter dem Eindruck einer großen Gefahr steht. Der Nymphensittich ist vor Angst wie von Sinnen, leidet unter plötzlichen panikartigen Angstgefühlen, gerät schnell in Panik, leidet unter depressiven Stimmungen, empfindet unbekannte Situationen als Bedrohung. Als Sofortmaßnahme wird Rock Rose bei akutem schweren Schock, bedrohlichen körperlichen und seelischen Zuständen und bei Unfällen gegeben. Zudem bei starker Unruhe, Erbrechen, Schwäche, Panik, Hitzschlag. Bei Verletzungen oder schweren Erkrankungen die hoffnungslos scheinen, ebenso bei plötzlich auftretenden Magen-Darm-Störungen, die sich sonst durch nichts beheben lassen.
Scleranthus (Scleranthus annuus / Einjähriger Knäudelkraut) Der Nymphensittich ist oft unentschlossen, leidet unter innerer Ruhelosigkeit und Stimmungsschwankungen. Er ist psychisch unausgeglichen, oft unkonzentriert, ihm fehlen Instinkte und innere Ausgeglichenheit. Scleranthus wird bei launischen Vögeln sowie bei unklaren Zuständen gegeben. Die Blüte sorgt für innere Kraft und Ruhe. Immer wieder aufbrechende Wunden verheilen. Die Gabe vor dem Tretakt bzw. der Eiablage sorgt für gesunden Nachwuchs. Scleranthus fördert die gute Kükenaufzucht durch die Altvögel.
Star of Bethlehem (Ornithogalum umbellatum / Doldigtraubiger Milchstern) Das Leben erscheint ihm unerträglich, Vogel trauert oder lässt Trauer nicht zu, ein nahestehender Artgenosse ist gestorben. Der Nymphensittich steht unter Schock durch eine Verletzung, ist unglücklich und traurig, unglücklich verliebt, erlebte eine Enttäuschung. Der Vogel hat ein Unglück, das in der Vergangenheit passiert ist, noch nicht verarbeitet. Er leidet an Gefühllosigkeit der Extremitäten. Diese Blüte wird nach einschneidenden Erlebnissen, die noch nicht verkraftet wurden (Tod des Partner, des Halters, Halterwechsel, plötzliche Flugunfähigkeit) gereicht. Star of Bethlehem gilt als der Seelentröster unter den Bachblüten.
Sweet Chestnut (Castanea sativa / Edelkastanie / Esskastanie) Der Nymphensittich ist absolut verzweifelt, er steht vor dem totalen seelischen oder körperlichen Zusammenbruch, ist hoffnungslos. Sweet Chestnut wird nach langer Krankheit oder nach längerem (psychischen) Leiden eingesetzt. Die Blüte eignet sich auch gut als Anfangstherapie um festzustellen, welche weiteren Blüten notwendig sind. Ebenso kommt Sweet Chestnut zum Einsatz, wenn der Vogel apathisch oder traurig wirkt, wenn er glanzlose Augen hat sowie schlaffe Muskulatur. Diese Blüte fördert die Heilung bei sämtlichen Verletzungen und Erkrankungen.
Vervain (Verbena officialis / Eisenkraut) Der Nymphensittich ist risikofreudig, er gibt nicht auf. Reagiert gereizt und nervös, wenn etwas nicht zu seiner Zufriedenheit funktioniert. Er ist innerlich ruhelos und angespannt, kann nicht abschalten. Der Vogel gibt immer den Anführer im Schwarm und bestimmt, was getan wird. Er geht abends nicht auf den Schlafplatz, weil er befürchtet, etwas zu verpassen. Zudem leidet er an Übereifer und Fanatismus, ist eigensinnig und versucht seinen Willen anderen Artgenossen aufzuzwingen. Ständig möchte er im Mittelpunkt stehen. Infolge dessen ist der Vogel möglicherweise reizbar, gestresst, verkrampft, hat einen unruhigen Schlaf, rupft sich oder andere.
Vine (Vitis vinifera / Weinrebe) Der Nymphensittich gibt den Ton an im Schwarm und erwartet, dass sich alle nach ihm richten. Er wirkt sehr selbstsicher, ist der „Volierentyrann“ und nimmt keine Rücksicht auf andere. Wenn er stärkeren Nymphen unterlegen ist, lässt er seinen Ärger darüber an Schwächeren aus. Der Vogel will immer seinen Willen durchsetzen und zeigt eine herrische Überlegenheit. Vine ist für Vögel gedacht, die sich nicht als Schwarmoberhaupt durchsetzen können, die ihre Machtanspruch aber mit Gewalt durchsetzen möchten und ständige Machtkämpfe mit Artgenossen oder mit dem Halter führen. Ebenso bei hohem Blutdruck, Muskelverspannungen oder-verhärtungen und bei Gelenkrheuma.
Walnut (Juglans regia / Walnuss) Der Nymphensittich befindet sich in einer schwierigen Übergangsphase (Umzug in ein neues Heim). Sein Leben ändert sich entscheidend. Er kann sich nicht von einer Gewohnheit trennen (Plastikvogel) und lässt sich leicht verunsichern und beeindrucken. Der Vogel leidet unter Hauterkrankungen, ist unsicher und leicht beeinflussbar. Nymphensittiche, die Veränderungen schlecht ertragen, z.B. Ausstellung, Autofahrt, Tierarzt, Umzug, Eierlegen/Brut, Verlust von Artgenossen oder Bezugsperson sprechen gut auf Walnut an. Ebenso wird diese Blüte bei Krankheiten mit (häufigen) Rückfällen oder wieder aufbrechenden Wunden gegeben.
Water Violet (Hottonia palustris / Wasserfeder / Wasserprimel) Der Nymphensittich ist in Gegenwart anderer Vögel angespannt, verkrampft und unzugänglich. Er empfindet andere Vögel als aufdringlich. Der Vogel ist schüchtern und Einzelgänger, er zeigt Unnahbarkeit und eine selbstgewählte überlegene Distanz zu Artgenossen und Halter. Zudem hat er eine ausgeprägte Persönlichkeit, lässt kaum jemand oder etwas an sich heran.
White Chestnut (Aesculus hippocastanum / Rosskastanie / Weiße Kastanie) Der Nymphensittich ist innerlich überaktiv und unkonzentriert. Diese Blüte kommt bei Vögel zum Einsatz, die sich schlecht entspannen können. Zudem bei Blockaden beim Pfeiff- oder beim Clicker-Training und bei häufig wiederkehrenden Krankheiten oder Verletzungen.
Wild Oat (Bromus ramosus / Waldtrespe) Der Nymphensittich lebt in einer unbefriedigenden Partnerschaft. Er wirkt unerfüllt. Diese Blüte wird vor allem bei bewegungswilligen Vögeln, die sich langweilen oder ihren Bewegungsdrang nicht ausleben können, angewandt. Wild Oat wird auch bei Vögeln, die ihren Sexualtrieb nicht mit einem Artgenossen ausleben können oder wollen (stattdessen z.B. einen Seilknoten, Ast oder Kuscheltier nehmen) oder bei übersteigertem Sexualtrieb angewandt.
Zudem bei schlecht heilenden Wunden, Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen. Diese Blüte ist angezeigt, wenn mehrere andere Therapien oder Bachblüten nicht angeschlagen haben.
Wild Rose (Rosa canina / Hagebutte / Heckenrose) Der Nymphensittich ist teilnahmslos, lustlos und apathisch. Er hat innerlich resigniert und fühlt sich schwach, kraftlos, energielos. Er ist apathisch und verweigert evtl. die Aufnahme von Futter, Wasser und Medizin. Bei sehr alten oder sehr kranken Vögeln sowie bei Krankheiten mit unklaren Anzeichen, bei Verletzungen und Wunden zur schnelleren Heilung kommt Wild Rose zur Anwendung. Ebenso um Anstrengungen gut zu verkraften.
Willow (Salix vitellina / Silberweide) Der Nymphensittich ist verbittert, feindselig und missgünstig. Er versucht seinen Willen und Wünsche durchzusetzen. Der Vogel akzeptiert keine Grenzen. Zudem ist er misstrauisch, hat schlechte Laune und ist schnell beleidigt. Die Blüte ist bei alten Vögeln, die aufgrund ihrer Altersbeschwerden missmutig werden, angezeigt.
Die Blüten wurden in sieben Gruppen eingeteilt. Hierbei unterschied Dr. Bach sieben negative Gemütsverfassungen.
Die sieben Gruppen und deren Blüten:
Angst: Aspen, Cherry Plum, Mimulus, Red Chestnut, Rock Rose
Unsicherheit: Cerato, Gentian, Gorse, Hornbeam
Kaum Interesse an der Gegenwart: Chestnut Bud, Clematis, Honeysuckle, Mustard, Olive, White Chestnut, Wild Rose
Einsamkeit: Heather, Impatiens, Water Violet
Überempfindlichkeit: Agrimony, Centaury, Holly, Walnut
Mutlosigkeit/Verzweiflung: Crab Apple, Elm, Larch, Oak, Pine, Star of Bethlehem, Sweet Chestnut, Willow
Übertriebene Fürsorge: Beech, Chicory, Rock Water, Vervain, Vine
In den gängigen Online-Shops für Vogelbedarf werden sieben fertige Bach-Blüten Mischungen verkauft. Sie sind für folgende Situationen vorgesehen: Notfall (Unfall, Schock, Schmerzen), Angst, Aggression, Lernbereitschaft, Erschöpfung/Genesung, Verlust/Trauer, Entschlackung/Entgiftung. Diese Mischungen enthalten verschiedene Einzelblüten, die nachfolgend aufgeführt sind.
Notfall: („Rescue Remedy“) Clematis, Cherry Plum, Impatiens, Rock Rose und Star of Bethlehem.
Angst: Aspen, Cherry Plum, Rock Rose und Mimulus
Aggressionen: Holly, Beech, Impatience und Vine
Lernbereitschaft: Wild Oat, Chestnut Bud, Centaury, Hornbeam
Erschöpfung/Genesung: Olive, Oak, Elm, Gorse
Verlust/Trauer: Larch, Honeysuckle, Mustard
Entschlackung/Entgiftung: Crab Apple, Chicory, Clematis, Elm
Darüber hinaus haben sich nachfolgende Mischungen bewährt, die jedoch nicht fertig käuflich zu erwerben sind, sondern selbst gemischt werden müssen:
Entzündung/schlechte Genesung: Clematis, Crab Apple, Hornbeam, Olive
Federrupfen: Chestnud Bud, Hornbeam, Mustard, Wild Oat, Willow
Geltungsdrang: Chicory, Vervain und Vine
Schreien/Unruhe/Nervosität: Cherry Plum, Scleranthus, Vervain
Umgebungswechsel: Honeysuckle, Star of Bethlehem, Walnut
Vergiftung: Crab Apple, Gentian, Sweet Chestnut
Die Wirkung der Bachblüten ist bislang noch nicht nachgewiesen worden. Gegner sprechen vom Placebo-Effekt oder von Autosuggestion. Das Unbewusste der Tiere kann der Mensch jedoch nicht beeinflussen bzw. trainieren. Von daher ist auszuschließen, dass eine Linderung oder Heilung der Beschwerden lediglich auf Irrglauben zurückzuführen ist. Bachblüten tragen dazu bei, die Selbstheilungskräfte zu mobilisieren.
Anwendung:
Die Wahl der richtigen Blüten kann nur der Halter allein oder in Zusammenarbeit mit einem Tierheilpraktiker treffen, da er sein Tier gut kennt, es eingehend beobachtet und einzuschätzen weiß. Das Verhalten muss genau analysiert werden, bevor eine Wahl getroffen wird.
Ist nur ein Nymphensittich erkrankt, können die Bachblüten dennoch ins Trinkwasser gegeben werden, von dem die anderen Vögel ebenfalls trinken. Sie richten keinen Schaden an, vielmehr erfolgt gar keine Reaktion. Werden jedoch zwei oder mehr Vögel therapiert, muss jeder sein eigenes Trinknapf mit seiner eigenen Blütenmischung bekommen. Wichtig ist auch nicht, wie viel getrunken wird, sondern dass das Wasser die sog. "Spannung" der Blüten hat! Bachblüten wirken durch das Vorhandensein der richtigen Zusammenstellung positiv unterstützend oder verstärkend.
Erhältlich sind die Bachblüten in flüssiger Form und als Globuli. Beides in gut sortierten Apotheken zu bekommen. Die flüssigen Bachblüten enthalten jedoch als Konservierungsmittel Alkohol, weshalb die Globuli vorzuziehen sind. Trägerstoff und damit Hauptsubstanz von Globuli ist Rohrzucker (Saccarose). Weitere Hilfsstoffe sind nicht enthalten. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Globuli aus Milchzucker hergestellt seien. Dem ist aber nicht so.
In den meisten Fällen werden mindestens zwei verschiedene Blüten gegeben, jedoch nicht mehr als fünf. Verwendet man die flüssigen Bachblüten, so füllt man in eine leere Pipettenflasche Wasser und gibt je 2 Tropfen der fertigen Bachblüten hinzu. Diese Mischung wird im Kühlschrank aufbewahrt. Am Tag werden hiervon 1 – 2 mal zwei Tropfen in das Trinkwasser gegeben.
Alternativ können die Tropfen auch bei sehr zahmen Vögeln bis zu zweimal täglich auf dem Kopf verrieben oder ins Dusch- bzw. Badewasser gegeben werden. Auch kann ein Leckerlie mit Bachblüten versehen werden.
Die Gabe der Bachblüten bei handzahmen Vögeln auf den Kopf erfolgt auch im akuten Notfall. Allerdings ist Vorsicht geboten, wenn der Vogel sich durch einen Absturz beispielsweise verletzt hat (Knochenbrüche, Blutungen, unsichtbare innere Verletzungen). In solchen Fällen darf ein Vogel nicht gegriffen werden, was die Verletzungen noch verschlimmern könnte. Bei nicht zahmen Vögel wird auch hier das Anbieten der Blüten übers Dusch-/Badewasser empfohlen. Ein verletzter oder geschockter Vogel wird kein Trinkwasser annehmen, deswegen erübrigt sich die Gabe der Blüten übers Trinknapf. Mit Zwang dürfen die Blüten auf gar keinen Fall dem Vogel verabreicht werden – egal auf welche Art und Weise.
Bachblüten können sehr gut mit der Farbtherapie kombiniert werden.
Auch die Farbtherapie zählt zu den alternativen Heilmethoden. Sie macht sich die natürlichen Kräfte von Farbe und Licht zunutze. Die Heilfarben wirken sich positiv auf Körper und Geist aus und stellen die Balance zwischen ihnen wieder her. Die physische Wirksamkeit erfolgt über Hautrezeptoren, die die Lichtfrequenzen und Farbschwingungen an die entsprechenden Organe leiten und somit deren Funktion positiv beeinflussen. Vorteil der Farbtherapie ist, dass sie Zuhause in der gewohnten Umgebung durchgeführt werden kann. Für den Vogel ist sie völlig stress- und schmerzfrei.
Ausstattung:
Benötigt werden z. B. eine Schreibtischlampe, einfarbige Tücher oder spezielle Folien oder bunte Glühbirnen, sog. Partyleuchten aus dem Baumarkt (mind. 60 Watt). Verwendet man eine normale Glühbirne, kann vor die Lampe das farblich passende Tuch oder die Folie angebracht werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass das Gehäuse der Lampe heiß werden kann und auch die Glühbirne selbst Hitze ausstrahlt. Achtung Feuergefahr! Deswegen die Lampe niemals unbeaufsichtigt lassen. Von daher ist jeglicher direkter Kontakt zwischen Lampe und Vogel zu vermeiden.
Genau wie bei der Rotlichtbestrahlung im Krankheitsfall auch, muss sich der Vogel während der Farblichttherapie in einen Bereich zurückziehen können, der nicht bestrahlt wird. Die Umgebung der Voliere ist während der Bestrahlung abzudunkeln, damit die Farben besser zur Geltung kommen. Auch wird hierdurch die Wahrnehmung durch den Vogel erhöht.
Die Lampe ist so aufzustellen, dass die entstehende Wärme/Hitze dem Vogel nicht gefährlich werden kann. Bei der Farblichttherapie geht es schließlich um die Farbe und nicht um die Temperatur. Als Abstand wird die Entfernung Lampe - Vogel von ca. 30 bis 100 cm angeraten. Der Lichtstrahl wird so ausgerichtet, dass der Vogel aus ihm heraustreten kann, wann immer er möchte. Der Vogel sollte von der Farbe vollständig bedeckt sein. Die Dauer der Lichttherapie ist von Farbe zu Farbe unterschiedlich. Generell sollte die Therapie 2 bis 3mal täglich angewandt werden. Dabei sollte die Dauer von 30 Minuten je Sitzung nicht überschritten werden. Insgesamt darf die Bestrahlung nicht länger als 40 - 50 Minuten insgesamt pro Tag sein. Intensive Farben wie rot oder grün werden kürzer angewandt als z.B. die Farbe Blau. Diese kann sogar 50 - 60 Minuten lang durchgehend angeboten werden.
Wie bei allen neuen Sachen ist auch bei der Farblichttherapie der Nymphensittich zunächst misstrauisch. Er muss daher langsam an die Neuigkeit herangeführt werden. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen die Nymphies das Licht von Beginn an zu schätzen wissen und sich knuspernd im Lichtkegel gemütlich aufplustern.
Zeigt die Therapie Wirkung, kann sie über 4 Wochen hinweg angeboten werden. Je nach Verhalten des Vogels bzw. Krankheitsverlauf reduziert man langsam die Dauer der einzelnen Sitzungen bzw. bestrahlt den Nymphensittich nur noch einmal pro Tag. Die Therapie sollte langsam ausklingen.
Die Farben und ihre Anwendung:
Rot ist die Farbe der Liebe und des Blutes und steht für Stärke, Kraft, Energie und Wärme. Jedoch auch für Aggressivität. Von allen Heilfarben hat sie die größte Durchdringungskraft, ist sehr dynamisch. Rot wirkt sich positiv aus auf Beine, Flügel, Nieren, Knochen, Herz, Dünndarm und Blut. Angewandt wird sie bei Unterkühlung, Erschöpfung, Wärmebedürftigkeit, Nierenunterfunktion, Herz-/Kreislaufschwäche, Appetitlosigkeit, Lethargie, Apathie, Lähmungserscheinungen an Beinen oder Flügeln. Sie wirkt energiespendend und wärmend. Maximale Anwendung: 20 - 40 Minuten je Sitzung. Rot darf nicht angewandt werden bei: Aggression, akuten Entzündungsprozessen und Erkrankungen des Blutes.
Orange gilt als wichtigste Heilfarbe und steht für Dynamik und Kraft sowie Heiterkeit. Diese Farbe wirkt sich positiv aus auf Fortpflanzungsorgane, Blase und Milz. Angewandt wird Orange als Energiespender bei Einsamkeit, Immunschwäche, zur Unterstützung der Selbstheilungskräfte, bei psychischen Störungen und zur Stärkung des Allgemeinbefindens sowie bei unklaren Krankheitsbildern. Sie wirkt wärmend und regt die Kreativität an. Maximale Anwendung: 20 - 30 Minuten je Sitzung. Orange darf nicht angewandt werden bei Hyperaktivität und Aggression.
Gelb ist die Farbe der Sonne und somit des Lichts. Außerdem steht sie für Heiterkeit und Wärme. Sie wirkt sich positiv aus auf Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse und des gesamten Muskelsystems. Dieser Farbton ist eine schnell wirkende Farbe für Kommunikation, Optimismus, Freude und Gefühle. Angewandt wird Gelb bei Depressionen, Kontaktscheue und Schockzustand. Hellgelb zudem bei Muskelschwäche, mentaler Störung, Unsicherheit und Verwirrung (wirkt vitalisierend). Goldgelb steigert die Lebenskraft und das Selbstwertgefühl, lindert Nervosität und Probleme im Verdauungstrakt, sowie bei Nervosität und Verspannungen. Gelb hat eine stärkende Wirkung. Maximale Anwendung: 10 - 20 Minuten je Sitzung. Gelb kann sehr gut mit anderen Farben kombiniert werden.
Grün ist eine neutrale aber wichtige Heilfarbe. Sie entstammt der Natur und damit irdischem Wachstums. Grün ist die Farbe des Ausgleichs, der Harmonie und des inneren Friedens. Diese Farbe wirkt sich positiv aus auf Herz, Lunge, Leber, Galle und Blutkreislauf. Sie wirkt antibakteriell und reinigend, vertreibt Müdigkeit und Ängstlichkeit. Angewandt wird Grün bei Atemproblemen, Energielosigkeit, Lustlosigkeit, Lebensmüdigkeit, Furcht, Depressionen, Angstzuständen, Erkrankungen der Drüsen, Selbstverletzung und bei Entzündungen. Sowie bei Problemen mit der Wundheilung, da grün ausgleichend und antiseptisch wirkt. Maximale Anwendung: 5 - 15 Minuten pro Sitzung. Grün kann gut mit blau, gelb oder orange kombiniert werden.
Blau ist die Farbe der Treue, der Luft und des Wassers. Sie steht für Frieden, Sicherheit, Entspannung, Ausgleich, Gelassenheit und wirkt besänftigend, beruhigend und kühlend. Dieser Farbton wirkt sich positiv aus auf Schnabel, Kehle, Schlund, Kropf, Nieren, Blase und Gehirn und kommt zur Stressreduktion, bei Nervosität und Aggression zum Einsatz. Diese Farbe ist hilfreich zur Steigerung der Konzentration, da sie eine beruhigende Wirkung hat. Maximale Anwendung: 20 - 30 Minuten pro Sitzung. Gut kombinierbar mit Gelb.
Indigo ist die Farbe für das Innere, die seelische Tiefe. Diese Farbe hat eine verstärkte, sehr tiefe Wirkung auf die Sinnesorgane. Indigo wirkt sich positiv aus auf Harnleiter, auf das linke Auge, Ohren, Nase und Gehirn. Zur Anwendung kommt Indigo bei Erkrankungen des linken Auges, zu viel oder zu wenig Harnanteil im Kot, Erkrankungen der Ohren und/oder der Nase, Gehirnerschütterung, (Lern)stress, starke Unruhe, extrem scheue Vögel und bei Problemen des Verdauungstraktes. Indigo wirkt harmonisierend. Maximale Anwendung: 20 - 30 Minuten je Sitzung. Bei sehr sensiblen Vögeln sollte der Indigo-Ton tiefer sein.
Violett wird als die Farbe der Inspiration, Magie, des Willens und der Tatkraft bezeichnet. Sie ist die wichtigste Farbe für die Psyche und kommt als solche bei Depressionen, Frustrationen, Einsamkeit und Trauer zum Einsatz. Ebenfalls bei Erkrankungen des rechten Auges, Lethargie und Apathie. Violett wirkt sich positiv aus auf das rechte Auge, Drüsensystem und das Gehirn. Diese Farbe wirkt stärkend und anregend auf Bewegung und Kreativität. Maximale Anwendung: 15 - 20 Minuten pro Sitzung. Bei Vögeln bitte rotviolett oder blauviolett wählen.
Pink ist die Farbe der Liebe und Fürsorge. Sie wirkt sich positiv aus auf das Drüsensystem und das Gehirn. Sie wird eingesetzt bei Einsamkeit, Frustration, Besitzerwechsel, Liebesdefizit, Epilepsie, Unsicherheit, Unterlegenheit und Lethargie. Pink wirkt aufbauend und harmonisierend, steigert das allgemeine Wohlbefinden. Maximale Anwendung: 15 - 20 Minuten pro Sitzung.
Bücher zum Thema:
Mario Campana, Heilung durch Licht und Farbe (MediColor Verlag)
Lilli Eberhard, Heilkräfte der Farben (Drei Eichen Verlag)
Christa Muths, Farbtherapie (Heyne Verlag)
Rosina Sonnenschmidt, Farb- und Musiktherapie für Tiere, Leitfaden für die tägliche Praxis (Sonntag Verlag)

Geschichte:
Begründer der Homöopathie ist der deutsche Arzt Dr. Christian Friedrich Samuel Hahnemann ( *1755 / +1843).
1782 gab Hahnemann seine Praxis auf (Zitat: "Damit ich nicht länger Gefahr lief, Unrecht zu tun.“). Um Geld zu verdienen, übersetzte Hahnemann damalige Standardwerke der Medizin, Chemie und Pharmazie. Als er die „Materia medica“ des schottischen Wissenschaftlers William Cullen ins Deutsche übersetzte, war dies der entscheidende Wendepunkt in seinem Leben. Hahnemann war von Cullens Ausführung, dass die Wirkung der Chinarinde gegen das Wechselfieber (Malaria) auf die Stärkung des Verdauungstraktes zurückzuführen sei, nicht überzeugt. Daraufhin nahm Hahnemann Chinarindenpulver zu sich und konnte kurze Zeit später die Symptome des Wechselfiebers bei sich feststellen. Hahnemann hoffte, die wahren Gründe der Heilwirkung durch den Selbstversuch zu entschlüsseln. In den folgenden Jahren probierte Hahnemann ca. 100 weitere Substanzen im Selbstversuch und auch an Familienmitgliedern und Mitarbeitern aus. 1796 erschienen die Ergebnisse seiner Arzneiprüfungen am gesunden Menschen in einem Aufsatz. Darin schrieb Hahnemann: "Man ahme die Natur nach, welche zuweilen eine chronische Krankheit durch eine andere hinzukommende heilt, und wende in der zu heilenden Krankheit dasjenige Heilmittel an, welches eine andere, möglichst ähnliche, künstliche Krankheit zu erregen imstande ist, und jene wird geheilet werden." Im "Journal der practischen Arzneykunde“ an der Medizinischen Fakultät der Berliner Universität wurde der Aufsatz veröffentlicht und gilt somit als die Geburtsstunde der Homöopathie.
Die Bezeichnung Homöopathie wurde aus dem Griechischen abgeleitet (homoios = ähnlich und pathos = Leiden). Homöopathie bedeutet demnach wörtlich „ähnliches Leiden“. (Hahnemanns Kernsatz: Similia similibus curentur - Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden.)
Homöopathie ist ein Teil der Gesamtmedizin und behandelt anders als die Schulmedizin nicht Krankheiten, sondern kranke Menschen und Tiere. Für die Homöopathie ist ein gesunder Körper ein System im Gleichgewicht, bei einem erkrankten Körper ist dieses Gleichgewicht gestört. Die Homöopathie gibt dem Körper die Möglichkeit, das Gleichgewicht aus eigener Kraft wieder herzustellen. Sie ist eine Reiz- und Regulationstherapie, die ein reaktionsfähiges System mit allen dazu notwendigen Stoffen benötigt.
Heilpraktiker suchen deswegen nach der Ursache der gesundheitlichen Störung im gesamten Lebewesen und zwar in dessen psychischer und physischer Ganzheit. Es wird das ganze Tier unter Berücksichtigung aller Symptome behandelt und zwar mit Arzneimitteln, die bei einem gesunden Tier ähnliche Symptome hervorrufen. Hier wird die von Hahnemann aufgestellte Similie-Regel angewandt: „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden.“
Die Homöopathie ist keine passive Therapie, sondern eine Hilfe zur Selbsthilfe. Es werden die Abwehrkräfte angeregt und die Fähigkeiten des Organismus zu Reaktionen, Regulationen, Anpassungen und Regenerationen gefördert.
Sowohl bei akuten Krankheiten als auch bei chronischen Erkrankungen findet die Homöopathie Anwendung. Allerdings sind der Homöopathie Grenzen auferlegt. So gibt es Krankheitszustände, bei denen die Selbstheilungskräfte blockiert sind oder durch einen fehlenden Stoff ausgelöst wurden (Diabetes).
Die Homöopathie wird fälschlicherweise immer wieder mit der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) gleichgesetzt. Beide Arten gehören zur Naturheilkunde, unterscheiden sich jedoch grundlegend. So werden in der Pflanzenheilkunde ausschließlich pflanzliche Ausgangsstoffe verwendet, in der Homöopathie kommen jedoch auch mineralische und tierische Stoffe zum Einsatz. Insgesamt gibt es in der Homöopathie rund 1.400 verschiedene Ausgangsmaterialien.
Auch heute noch wird die Homöopathie im Sinne von Hahnemann gelehrt und praktiziert.
Homöopathie bedeutet nicht nur Globulis. Auch Tabletten, Salben, Gele, Cremen, Tropfen und Dilutionen gehören zu den Homöopathika.
Potenzierung
In der Homöopathie werden auch sehr giftige Ausgangsstoffe (z.B. Tollkirsche) verwendet. Damit diese ohne Gefahr für den Patienten eingesetzt werden können, müssen sie stark verdünnt werden. Gegner der Homöopathie sind der Auffassung, dass sich die Wirkung der Stoffe immer mehr verringert, je mehr verdünnt wird. Jedoch bewirkt das Verdünnen, dass sich die Kräfte der Ausgangsstoffe stärker entfalten. Hahnemann sprach deswegen von Potenzierung, da das Wort „Verdünnung“ der tatsächlichen Wirkung widersprach.
Es gibt die Potenzen D, C, M und LM.
D steht für die Potenzierung im Verhältnis 1:10
C für Potenzierung im Verhältnis 1:100
M ist eine Abkürzung für eine C1000
LM oder auch Q für Potenzierungsschritte 1:50 000
Um eine D-Potenz herzustellen, wird ein Tropfen der Ausgangssubstanz mit neun Tropfen Alkohol gemischt und verschüttelt. Dies ergibt eine D1 Potenz. Nimmt man von dieser Potenz wiederum einen Tropfen und verdünnt ihn mit neun Tropfen Alkohol, so erhält man die Potenz D2. Eine Potenz von D6 wurde demnach sechsmal auf diese Weise verdünnt, eine Potenz D12 zwölfmal.
Die Potenzen haben unterschiedliche Wirkungen. Je höher die Potenz, desto schneller, sicherer, aber auch sanfter ist die Wirkung. Grundsätzlich gilt, dass Potenzen bis zu D12 oder C12 (Tiefpotenzen) hauptsächlich bei rein körperlichen Symptomen wirken, mittlere Potenzen bis zu D30 oder C30 sowohl auf der körperlichen Ebene als auch im seelisch-geistigen Bereich Einfluss nehmen. Potenzen über D30/C30 (Hochpotenzen) wirken schnell und tief, allerdings nur, wenn sie wirklich genau zu den Krankheitssymptomen passen.
Anwendung und Dosierung
Homöopathika sind nicht verschreibungspflichtig und können in Apotheken frei verkäuflich erworben werden. Die Darreichungsformen wirken vor allem über die Schleimhäute im Schnabel. Deswegen müssen sie schnabulös verabreicht werden.
Die Trägerstoffe von homöopathischen Arzneimitteln sind: Alkohol-Wasser-Gemische (Dilutionen), Rohrzucker (Globuli) und Milchzucker (Tabletten). Also alle natürlichen Ursprungs. Bei Nymphensittichen kommen jedoch nur die Globuli zur Anwendung (allerdings nicht bei Vögeln, die Zucker meiden müssen); Alkohol und Milchzucker verbieten sich von selbst.
Die Dosierung spielt in der Homöopathie nur eine sekundäre Rolle. Für den Akutfall verwendet man Mittel in niedrigen Potenzen (D6) stündlich, bis eine Besserung erreicht wurde.
Bei konventionellen Arzneimitteln hingegen ist die Dosierung wichtig, damit eine Wirkstoffkonzentration im Körper über einen bestimmten Zeitraum aufgebaut werden kann. Auch wird hierbei zwischen kleinen und großen Tieren unterschieden. Bei der Homöopathie jedoch ist eine Größen- oder Gewichtsunterscheidung nicht notwendig, da es sich um eine Reiz- und Regulationsmedizin handelt; d.h., dass homöopathische Mittel kein Dosis-Wirkungs-Verhältnis ("viel hilft viel") haben. Es ist daher unerheblich, ob der Nymphensittich fünf, sechs oder sieben Globuli bekommt. Die Dosierung muss lediglich so gewählt werden, dass ein ausreichender Kontakt zu den Schleimhäuten hergestellt wird, da dort der Wirkungsaustausch zwischen Medizin und Patient erfolgt.
Die Globuli werden im Trinkwasser verabreicht. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass das Wasser nicht in Edelstahlgefäßen angeboten wird, sondern in Plastik- oder glasierten Tonschalen.
Die Dauer der Gabe ist von der Potenz des Arzneimittels abhängig. Je niedriger die Potenz, desto häufiger darf ein Arzneimittel gegeben werden. Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, wird die Häufigkeit der Gabe bis zum Erreichen der Beschwerdefreiheit reduziert. Im Allgemeinen gelten folgende Richtlinien über die Behandlungsdauer: Potenzen bis D8: 3 bis 4mal täglich, Potenzen D8 bis D12: 1 bis 2mal täglich, Potenzen ab D30: 1mal wöchentlich (im Akutfall auch täglich), Potenzen ab D200 werden nur einmalig angewandt.
Nach der Einnahme von homöopathischen Arzneien kann es zu einer vorübergehenden sog. „Erstreaktion“ / „Erstverschlimmerung“ kommen. Diese sind jedoch im allgemeinen unbedenklich und werden als Zeichen dafür gewertet, dass das richtige Arzneimittel eingenommen wurde.
Homöopathie als Erste Hilfe
Bereits im Vorfelde einer Erkrankung muss man sich als Vogelhalter damit vertraut machen, wie im Krankheitsfall zu reagieren ist. Nicht in Vergessenheit geraten darf die Tatsache, dass Nymphensittiche ihre Erkrankung so lange wie möglich verstecken. Als Schwarmtier und Beutetier ist dies ein ganz natürliches Verhalten. Aufmerksame Vogelhalter erkennen jedoch trotzdem, wenn der Nymphensittich erkrankt ist. Die Adresse eines vogelkundigen Tierarztes muss immer parat liegen. Die Homöopathie ist eine ergänzende Medizin (Komplementärmedizin) zur Schulmedizin. Wichtig ist es bei einer Erkrankung die Diagnose eines vogelkundigen Tierarztes einzuholen. Die Gabe von Homöopathika sollte in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt erfolgen.
Als Notfallmittel sollten in der Vogelapotheke folgende Homöopathika enthalten sein:
Aconitum D4 oder C2 (anzuwenden bei allen Beschwerden, die akut, plötzlich und heftig auftreten)
Arnica D3 oder C2 (wenn der Vogel berührungsempfindlich ist und Bewegung vermeidet)
Arsenicum album D6 (wenn der Vogel ruhelos, unruhig oder kälteempfindlich ist, sowie bei Entkräftung und Erschöpfung nach geringster Anstrengung)
Calendula officinalis D6 (hat eine entzündungshemmende Eigenschaft)
Hamamelis virginiana D6 (hat eine Blut- und Schmerzstillende Wirkung).

Bei der Pflanzenheilkunde (auch Phytotherapie genannt / Phyton = griechisch für Pflanze) werden Heilpflanzen als Arzneimittel verwendet. Die Pflanzenheilkunde enthält Teile der Pharmakologie, der Pharmazeutik und der Toxikologie und ist aus der Kräuterheilkunde hervorgegangen, die erstmals bei Imhotep (ägyptischer Priesterarzt um 2.700 v.Chr.) erwähnt wurde. Berühmte Anwender der Pflanzenheilkunde waren u.a. Galen (Leibarzt des römischen Kaisers Marc Aurel), Paracelsus (u.a. Arzt und Alchemist im 16. Jahrhundert, gebürtiger Name: Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim) sowie die Äbtissin Hildegard von Bingen (Benediktinerin im 12. Jahrhundert).
Die Phytotherapie zeichnet sich dadurch aus, dass sie gut verträglich und nebenwirkungsarm ist. Frei lebende Tiere wenden sie intuitiv an. So wird z.B. bei Verdauungsstörung auf Pflanzen herumgekaut, die sonst nicht zur Nahrung gehören und verletztes Rotwild wälzt sich in Kräutern. Jedoch sind pflanzliche Arzneimittel meist nicht zur Akut- oder Notfallmedizin geeignet.
Besonders bei chronischen Erkrankungen der Haut, des Bewegungsapparates, des Magen-Darm-Traktes oder bei immer wiederkehrenden Infekten der Atemwege und der Harnwege ist die Pflanzenheilkunde und ihre Fähigkeit zur Unterstützung der Selbstheilungskräfte angezeigt. Bei Langzeitanwendung von synthetischen Pharmaka kann deren Dosis durch die Phytotherapie gesenkt werden.
Die Stärke der Pflanzenheilkunde liegt im Bereich der Behandlung, Verhütung, Verzögerung und Unterbrechung chronischer und altersbedingter Krankheitsprozesse. Auf diesen Gebieten stellt die Phytopharmka eine wichtige Alternative zu chemischen Arzneimitteln der Schulmedizin dar.
Da eine chemische Isolierung eines einzelnen Arzneistoffes nicht vorgenommen wird, sondern immer Stoffgemische wirken, kann es in der Pflanzenheilkunde zu verschiedenen Wirkungen bei einem Arzneimittel kommen. Deswegen kann ein und dieselbe Pflanze bei verschiedenen Krankheitsbildern angewandt werden.
Heutige pflanzliche Arzneien bzw. daraus isolierte Reinstoffe wurden bereits früher als Heilmittel angewandt. Hierzu gehören u.a. Opium (Milchsaft der Samenkapsel des Schlafmohns), Aspirin (Acetylsalicylsäure = Saft der Weidenrinde), Digitalis (Fingerhüte) oder Chinin (Alkaloid aus der Chinarinde).
In der Pflanzenheilkunde wird der reine Pflanzenauszug aus Blättern, Blüten, Samen, Rinde oder Wurzeln oder der gesamten Pflanze genutzt. Da es Pflanzen mit schwacher und mit sehr starker Wirkung gibt, ist die Phytotherapie nicht sorglos anzuwenden. So darf Arnica z.B. nur verdünnt angewandt werden. Einige Heilpflanzen, wie z.B. Fingerhut, Herbstzeitlose, Nieswurz, Stechapfel oder Tollkirsche wirken sehr massiv, andere wie z.B. Kürbis, Melisse, Ringelblume oder Weißdorn sind quasi nebenwirkungsfrei.
In der Tiermedizin gibt es einerseits sehr wenig zugelassene Phytopharmaka, andererseits viele nichtmedizinische Produkte.
Die heutigen Phytopharmaka enthalten immer einen Mix aus Wirk- und Begleitstoffen. Oftmals bestehen sie auch aus einem Mix aus verschiedenen Arzneipflanzen (Tee z.B.). In Form von Extrakten werden sie als Tabletten, Kapseln, Tropfen, Salben und Öle angeboten. Zur inneren Anwendung werden getrocknete oder frische Heilkräuter sowie Tees verwendet, äußerlich kommen Kompressen, Spülungen und Umschläge mit Tee oder verdünnten Tinkturen zum Einsatz. Zu beziehen sind die Phytopharmaka in Apotheken oder über verschreibungspflichtige Rezepte vom vogelkundigen Tierarzt.
In der Veterinärmedizin kommt erschwerend hinzu, dass die einzelnen Tierarten verschiedene Stoffwechselsysteme haben. Ätherische Öle werden von Pflanzenfressern im Allgemeinen gut vertragen und wirken bei ihnen stimulierend. Fleischfresser hingegen haben Mühe, die ätherischen Öle auszuscheiden und nehmen Schaden durch eine erhöhte Aufnahme. Nymphensittiche sind im weitesten Sinne ebenfalls Pflanzenfresser, allerdings wirken ätherische Öle in hohem Maße eingenommen bei ihnen toxisch und führen u.a. zu Durchfall und Übelkeit. Kräuter, die ätherische Öle enthalten (wie z.B. Oregano, Thymian, Minze, Petersilie) dürfen daher nur 1-2mal in der Woche geringfügig gefüttert werden. Wie bei allen Medikamenten der Alternativmedizin sind im Krankheitsfalle auch die Phytopharmaka nur nach Absprache und Anweisung eines vogelkundigen Tierarztes zu verabreichen.
Nachfolgend eine Aufstellung über häufige Erkrankungen und anzuwendende Pflanzen:
Appetitlosigkeit: Dill (Kraut und Samen frisch oder getrocknet anbieten), Löwenzahn (frisch anbieten), Melisse (frisch in Maßen oder als verdünnten Tee anbieten), Oregano (frisch, getrocknet oder als verdünnten Tee anbieten), Petersilie (frisch anbieten), Rosmarin (frisch oder getrocknet in Maßen anbieten), Salbei (frisch anbieten), Schnittlauch (frisch anbieten), Spitzwegerich (Samen frisch anbieten, Blätter als verdünnten Tee)
Atemwegserkrankungen: Holunder (Beeren frisch oder getrocknet, Blütentee), Kamille (als verdünnten Tee anbieten), Knoblauch (Kleinstmenge frisch oder gekocht anbieten), Gartenkresse (frisch oder im gekeimten Zustand anbieten), Majoran (nur die junge Blätter und Triebe frisch oder getrocknet anbieten), Melisse (frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Minze (frisch in Maßen oder als verdünnten Tee anbieten), Oregano (frisch, getrocknet oder als verdünnten Tee anbieten), Pfefferminze (frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Salbei (frisch in Maßen anbieten), Schnittlauch (frisch anbieten), Spitzwegerich (Samen frisch anbieten, Blätter als verdünnten Tee)
Augenentzündung: Holunder (Beeren frisch oder getrocknet, Blütentee), Karotte (frisch anbieten), Spitzwegerich (Samen frisch anbieten, Blätter als verdünnten Tee)
Bindehautentzündung:Augentrost (Euphrasia Augentropfen von Wala / 1 – 2mal tgl. 1 Tropfen in das betroffene Auge), Holunder (Beeren frisch oder getrocknet, Blütentee)
Brechreiz: Bohnenkraut (getrocknet oder frisch anbieten), Minze (frisch in Maßen oder als verdünnten Tee anbieten), Pfefferminze (frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Rooibusch (als verdünnten Tee anbieten)
Blutreinigung: Bärlauch (frisch anbieten)
Darmkrämpfe /-entzündungen: Bohnenkraut (getrocknet oder frisch anbieten), Karotte (frisch anbieten), Knoblauch (Kleinstmenge frisch oder gekocht anbieten), Minze (frisch in Maßen oder als verdünnten Tee anbieten), Schnittlauch (frisch anbieten), Spitzwegerich (Samen frisch anbieten, Blätter als verdünnten Tee)
Diabetes: Brennnessel (im verwelkten Zustand oder als Tee anbieten), Brunnenkresse (frisch anbieten), Holunder (Beeren frisch oder getrocknet, Blütentee), Salbei (frisch in Maßen anbieten)
Durchfall: Bohnenkraut (getrocknet oder frisch anbieten), Brennnessel (im verwelkten Zustand oder als Tee anbieten), Fenchel (frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Karotte (frisch anbieten), Knoblauch (Kleinstmenge frisch oder gekocht anbieten), Minze (frisch in Maßen oder als verdünnten Tee anbieten), Petersilie (frisch anbieten), Pfefferminze (frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Rosmarin (frisch oder getrocknet in Maßen anbieten), Salbei (frisch in Maßen anbieten), Sauerampfer (die frischen Samen in Maßen anbieten), Spitzwegerich (Samen frisch anbieten, Blätter als verdünnten Tee)
Gerstenkorn: Augentrost (Euphrasia Augentropfen von Wala / 1 – 2mal tgl. 1 Tropfen in das betroffene Auge)
Geschwüre: Dill (Kraut und Samen frisch oder getrocknet anbieten)
Gicht: Bärlauch (frisch anbieten), Boretsch (Blüten und Samen getrocknet oder frisch in Maßen anbieten), Brennnessel (im verwelkten Zustand oder als Tee anbieten), Brunnenkresse (frisch anbieten), Estragon (frisch oder getrocknet anbieten), Hirtentäschelkraut (als Tee anbieten), Karotte (frisch anbieten), Kerbel (frisch oder getrocknet anbieten), Liebstöckel (nur junge Blätter und Triebe frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Löwenzahn (frisch anbieten), Majoran (nur die junge Blätter und Triebe frisch oder getrocknet anbieten), Melisse (frisch in Maßen oder als verdünnten Tee anbieten), Petersilie (frisch anbieten), Rosmarin (frisch oder getrocknet in Maßen anbieten), Salbei (frisch in Maßen anbieten), Schnittlauch (frisch anbieten)
Harnwegsbeschwerden (Blase): Boretsch (Blüten und Samen getrocknet oder frisch in Maßen anbieten), Brennnessel (im verwelkten Zustand oder als Tee anbieten), Brunnenkresse (frisch anbieten), Kamille (als verdünnten Tee anbieten), Petersilie (frisch anbieten), Rooibusch (als verdünnten Tee anbieten), Salbei (frisch in Maßen anbieten), Sauerampfer (die frischen Samen in Maßen anbieten), Schnittlauch (frisch anbieten)
Herzbeschwerden: Boretsch (Blüten und Samen getrocknet oder frisch in Maßen anbieten), Fenchel (frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Knoblauch (Kleinstmenge frisch oder gekocht anbieten), Liebstöckel (nur junge Blätter und Triebe frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Melisse (frisch in Maßen oder als verdünnten Tee anbieten), Minze (frisch in Maßen oder als verdünnten Tee anbieten), Pfefferminze (frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Rosmarin (frisch oder getrocknet in Maßen anbieten)
Kropfentzündung: Liebstöckel (frisch oder als verdünnten Tee anbieten)
Leberbeschwerden: Basilikum (frisch oder getrocknet anbieten), Bohnenkraut (getrocknet oder frisch anbieten), Gartenkresse (frisch oder im gekeimten Zustand anbieten), Kümmel (als verdünnten Tee anbieten), Löwenzahn (frisch anbieten), Majoran (nur die junge Blätter und Triebe frisch oder getrocknet anbieten), Melisse (frisch in Maßen oder als verdünnten Tee anbieten), Minze (frisch in Maßen oder als verdünnten Tee anbieten), Oregano (frisch, getrocknet oder als verdünnten Tee anbieten), Petersilie (frisch anbieten), Pfefferminze (frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Ringelblume (frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Rosmarin (frisch oder getrocknet in Maßen anbieten), Salbei (frisch in Maßen anbieten), Sauerampfer (die frischen Samen in Maßen anbieten), Spitzwegerich (Samen frisch anbieten, Blätter als verdünnten Tee)
Lidrandentzündung: Augentrost (Euphrasia Augentropfen von Wala / 1 – 2mal tgl. 1 Tropfen in das betroffene Auge)
Magenbeschwerden: Anis (als verdünnten Tee anbieten), Bärlauch (frisch anbieten), Basilikum (frisch oder getrocknet anbieten), Bohnenkraut (getrocknet oder frisch anbieten), Boretsch (Blüten und Samen getrocknet oder frisch in Maßen anbieten), Brennnessel (im verwelkten Zustand oder als Tee anbieten), Brunnenkresse (frisch anbieten), Dill (Kraut und Samen frisch oder getrocknet anbieten), Estragon (frisch oder getrocknet anbieten), Fenchel (frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Hirtentäschelkraut (als Tee anbieten), Kamille (als verdünnten Tee anbieten), Karotte (frisch anbieten), Knoblauch (Kleinstmenge frisch oder gekocht anbieten), Koriander (frisch in Maßen anbieten), Gartenkresse (frisch oder im gekeimten Zustand anbieten), Liebstöckel (nur junge Blätter und Triebe frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Löwenzahn (frisch anbieten), Majoran (nur die junge Blätter und Triebe frisch oder getrocknet anbieten), Melisse (frisch in Maßen oder als verdünnten Tee anbieten), Minze (frisch in Maßen oder als verdünnten Tee anbieten), Oregano (frisch, getrocknet oder als verdünnten Tee anbieten), Petersilie (frisch anbieten), Pfefferminze (frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Ringelblume (frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Rooibusch (als verdünnten Tee anbieten), Rosmarin (frisch oder getrocknet in Maßen anbieten), Salbei (frisch in Maßen anbieten), Sauerampfer (die frischen Samen in Maßen anbieten), Schnittlauch (frisch anbieten), Spitzwegerich (Samen frisch anbieten, Blätter als verdünnten Tee)
Nierenbeschwerden: Brunnenkresse (frisch anbieten), Estragon (frisch oder getrocknet anbieten), Liebstöckel (nur junge Blätter und Triebe frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Löwenzahn (frisch anbieten), Pfefferminze (frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Rooibusch (als verdünnten Tee anbieten)
Pilzbefall: Anis (als verdünnten Tee anbieten)
Stärkung des Immunsystems: Bärlauch (frisch anbieten), Echinacea (Echinacea angustifolia D6 Globuli tgl. 5 Stck. ins Trinkwasser), Knoblauch (Kleinstmenge frisch oder gekocht anbieten)
Stoffwechselbeschwerden: Boretsch (Blüten und Samen getrocknet oder frisch in Maßen anbieten), Brennnessel (im verwelkten Zustand oder als Tee anbieten), Brunnenkresse (frisch anbieten), Fenchel (frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Holunder (Beeren frisch oder getrocknet, Blütentee), Kamille (als verdünnten Tee anbieten), Karotte (frisch anbieten), Gartenkresse (frisch oder im gekeimten Zustand anbieten), Kümmel (als verdünnten Tee anbieten), Liebstöckel (nur junge Blätter und Triebe frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Melisse (frisch in Maßen oder als verdünnten Tee anbieten), Petersilie (frisch anbieten), Salbei (frisch in Maßen anbieten), Sauerampfer (die frischen Samen in Maßen anbieten), Schnittlauch (frisch anbieten)
Verdauungsproblem: Bärlauch (frisch anbieten), Basilikum (frisch oder getrocknet anbieten), Brunnenkresse (frisch anbieten), Koriander (frisch in Maßen anbieten), Kümmel (als verdünnten Tee anbieten), Liebstöckel (nur junge Blätter und Triebe frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Majoran (nur die junge Blätter und Triebe frisch oder getrocknet anbieten), Oregano (frisch, getrocknet oder als verdünnten Tee anbieten), Petersilie (frisch anbieten), Pfefferminze (frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Rosmarin (frisch oder getrocknet anbieten), Salbei (frisch in Maßen anbieten), Sauerampfer (die frischen Samen in Maßen anbieten)
Verstopfung: Boretsch (Blüten und Samen getrocknet oder frisch in Maßen anbieten), Brennnessel (im verwelkten Zustand oder als Tee anbieten), Hirtentäschelkraut (als Tee anbieten), Holunder (Beeren frisch oder getrocknet, Blütentee), Knoblauch (Kleinstmenge frisch oder gekocht anbieten), Liebstöckel (nur junge Blätter und Triebe frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Löwenzahn (frisch anbieten), Petersilie (frisch anbieten), Salbei (frisch in Maßen anbieten), Sauerampfer (die frischen Samen in Maßen anbieten), Spitzwegerich (Samen frisch anbieten, Blätter als verdünnten Tee)
Wunden (schlecht heilend): Boretsch (Blüten und Samen getrocknet oder frisch in Maßen anbieten), Echinacea (Echinacea angustifolia D6 Globuli tgl. 5 Stck. ins Trinkwasser), Hirtentäschelkraut (als Tee anbieten), Liebstöckel (nur junge Blätter und Triebe frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Löwenzahn (frisch anbieten), Majoran (nur die junge Blätter und Triebe frisch oder getrocknet anbieten), Melisse (frisch in Maßen oder als verdünnten Tee anbieten), Pfefferminze (frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Ringelblume (frisch oder als verdünnten Tee anbieten), Rosmarin (frisch oder getrocknet in Maßen anbieten), Salbei (frisch in Maßen anbieten), Sauerampfer (die frischen Samen in Maßen anbieten), Spitzwegerich (Samen frisch anbieten, Blätter als verdünnten Tee)
Wurmbefall: Bärlauch (frisch anbieten), Brunnenkresse (frisch anbieten), Karotte (frisch anbieten), Knoblauch (Kleinstmenge frisch oder gekocht anbieten), Sauerampfer (die frischen Samen in Maßen anbieten)
Nachstehendes Bild zeigt Ringelblumenblütentee:

Erfahrungsbericht von Mary Kreile
Im September 2008 bekam ich über eine Anzeige unseren „alten“ Bubi. Bubi ist ca. 30 Jahre alt und war immer in Einzelhaltung. In den letzten Jahren bekam er wohl sehr wenig Freiflug und sein Käfig war sehr „ärmlich“ eingerichtet.
Bubi lebte sich sehr schnell ein, konnte kaum fliegen, freute sich aber immer, das „Menschentaxi“ zu nutzen um von A nach B zu kommen.
Nach ca. drei Wochen erbrach Bubi extrem Körner. Wir fuhren noch in der Nacht zum vogelkundigen Tierarzt, doch die ersten Untersuchungen ergaben nichts.
Schweren Herzens stimmte ich einer stationären Aufnahme zu.
Die nächsten vier Tage wurde Bubi mehrmals mit Kontrastmittel geröngt, auf Bakterien, Pilze und Viren untersucht, es wurden Kulturen angelegt, doch der Tierarzt fand nichts. Wir konnten uns nicht erklären, warum Bubi wenig fraß und warum das Kontrastmittel nicht richtig durch den Körper lief.
Man sah nur, dass er unglaublich viel Sand gefressen hatte, was ein Zeichen von Bauchschmerzen und extremen Unwohlsein ist.
Nach vier Tagen holte ich ihn aus der Praxis, ohne wirklichen Befund, außer dass er durch sein Alter Arthrose und ein wenig etwas an der Leber hatte, und es begann ein dramatisches und sehr trauriges Wochenende. Bubi wog nur noch 79 g!
In der Zeit habe ich mich intensiv mit Homöopathie beschäftigt, da ich ihn doch zum fressen bringen wollte. Im Buch von Rosina Sonnenschmidt/Marion Wagner „Vögel - Akupunktur-Homöopathie-Bachblütentherapie-Kinesiologie-“ fand ich was ich suchte.
Eine Aufbaukur über zwei Wochen, die stärkend und vor allem appetitanregend sein sollte. Da die Kur bis zur deutlichen Besserung durchgeführt werden sollte, habe ich nach Rücksprache mit unserem Tierarzt die Kur über fast vier Wochen durchgeführt.
Bubi bekam je fünf Globulis in sein Trinknapf von:
China : Rekonvalenzmittel nach schweren Infektionskrankheiten,
schwächenden Durchfällen und Blutverlusten.
Ergänzt sich gut mit Cabo vegetabilis.
Potenz C30
Carbo vegetabilis: Für Vögel die sich nie von einer vorangegangenen Krankheit erholt haben,
die abgemagert sind und raschen Kräfteverfall zeigen.
Potenz C30
Lycopodium: Folgen einer Leberstörung oder als Nachbehandlung von Vergiftungsfällen.
Potenz C30
Ignatia D12: Appetitanregend
Nach ca. zwei Tagen fingen die Globulis bei Bubi an zu wirken. Freitagabend und den kompletten Samstag verbrachte Bubi auf dem Boden seines Käfigs, neben ihm standen Futternapf und Trinknäpfchen.
Am späten Samstagabend kam er auf die Schulter und fraß ein wenig von den gekauften Knabberstangen. Am Sonntag wurde ihm alle Leckereien, die sich ein Nymphensittich wünscht vors Schnäbelchen gehalten und es wurde immer besser.
Ab diesem Zeitpunkt fraß Bubi freiwillig und sehr viel für seine Verhältnisse. Er bekam wieder mehr Kraft und beim Freiflug schimpfte er sehr ungehalten, wenn das „Menschentaxi“ ihn nicht zügig zu seinem Käfig an seine Futternäpfe brachte.
Nach ca. 3 Wochen fing ich an, die Kur ausschleichen zu lassen. Das heißt er bekam nicht mehr jeden Tag die Globulis, sondern nur noch alle zwei, dann alle drei und dann nur noch einmal die Woche.
Bubi ging es nach diesen vier Wochen wieder gut, trotzdem ersetzt diese Kur niemals den Besuch bei einem vogelkundigen Tierarzt.
Skeptiker werden sagen, es wäre ihm sowieso besser gegangen.
Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Bubi:

Erfahrungsbericht von Mary Kreile
Jacob holte ich 2006 aus einem Tierheim zu uns, damit meine damalige Henne Lolle keine Einzelhaltung blieb. Jacob ist im Grunde ein lieber Vogel, war damals aber sehr verängstigt. Vor allen möglichen Dingen des normalen Lebens hatte der kleine Kerl unglaubliche Angst und alle Geräusche lösten bei ihm fast eine Panikattake aus. Staubsauger, Radio, Geschirrtücher, Basecaps, Handtücher, Morgenmäntel und Decken waren alles Dinge, die in seiner Gegenwart nicht sein durften.
Nach ca. einem Jahr hatte sich Jacob eingelebt und auch mit Lolle war er eine Zweckgemeinschaft eingegangen. Doch er fing an seine Lolle am Hinterkopf zu rupfen. Am schlimmsten war es in der Zeit, wenn Lolle Eier legte. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich: „es ist halt so, ich kann es nicht ändern“. Zwei Jahre vergingen, in denen viel passierte. Lolle zog mit ihm zwei Küken groß, die er so extrem rupfte, das wir ihn von seiner kleinen Familie trennen mußten. Lolle starb als die Babys ein Jahr alt waren und drei Hennen zogen ein.
Ich denke es war die unglaubliche Veränderung und seine große Trauer die Jacob zu einem sehr starken Rupfer werden ließ. Sich selbst hat er niemals gerupft, immer nur die anderen. Ständig hörte man Schmerzenschrei aus der Voliere oder vom Vogelbaum.
Irgendwann konnte ich es so nicht weiter zulassen und so nahm ich Kontakt zu einer mir empfohlenen Tierkommunikatorin auf. Sie ließ sich von meinen Vögel Fotos schicken, auf denen mindestens ein Auge abgebildet war und rief mich nach einigen Tagen an. Sie erzählte mir was sie von Jacob erfahren hatte. Er wollte der Boss im Schwarm sein und um den anderen zu zeigen wie stark er ist, rupfte er sie. Sie schickte mir eine Bachblütenmischung genau auf Jacob abgestimmt, die ich dem Trinkwasser beifügen sollte. Schon nach vier Tagen setzte die Wirkung ein. Jacob rupfte weniger und weniger und nach drei Monaten hörte er auf und fing auch nicht wieder an.
Seit dieser Zeit ist er ein lieber kleiner Kerl, der sich um seinen Schwarm sorgt und der eindeutig der Boss ist, auch ohne zu rupfen.
Seine damalige Bachblütenmischung war: Beach, Carb Apple, Honeysuckle, Larch und Star of Bethlehem.
Dass andere Vögel aus dem Wassernapf trinken ist nicht so schlimm, da diese Bachblüten nur beim betreffenden Vogel wirken. Die Behälter für die Bachblüten-Wasser-Mischung sollten nicht aus Edelstahl sein, sondern aus Plastik. Die Mischung wird ohne Alkohol hergestellt und sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie ist ca. 3-4 Wochen haltbar und sollte auch später nicht mehr verwendet werden.
Jacob:

Anis
Botanischer Name: Pimpinella anisum
Gattung: Doldenblütler
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Anethol, Isoanethol, Ansiketon, Anissäure, Acetaldehyd, Acetylcholin, Anisaldehyd, , Azulen, Bergapten, Bor, Kampfer, Carvon, Chamazulen, Calcium, Eisen, Eugenol, Kaffeesäure, Cumarine, Myristicin, Salicylate, Thymol, Umbelliferon, Xanthotoxin, Vitamin C, Magnesium
Wirkung: antibakteriell, entspannend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend
Bärlauch
Botanischer Name: Allium ursinum
Gattung: Lauch
Inhaltsstoffe: Allicin, Schwefel, Ammoniak, Vitamin C, Phytonzide, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Vinylsulfid, Merkaptan, Mineralsalze, Eisen, Schleim, Zucker
Wirkung: zusammenziehend, anregend, antibiotisch, blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend, schleimlösend, verdauungsfördernd, blutdrucksenkend, entschlackend, gegen Arteriosklerose
Basilikum
Botanischer Name: Ocimum basilicum
Gattung: Lippenblütler
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Basilischer Kampfer, Cineol, Menthol, Thymol, Methylcavicol, Anethol, Kampfer, Gerbstoff, Saponine, Flavonoide, Farnesol, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Estragol,, Linalool, Ocimen, Pinen, Eugenol
Wirkung: antibakteriell, beruhigend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, darmreinigend
Bohnenkraut
Botanischer Name: Ocimum basilicum
Gattung: Lippenblütler
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Carvacrol, Camphen, Cymol, Dipenten, Pinen, Phenol, Gerbstoffe
Wirkung: verdauungsfördernd, verhindert Blähungen, appetitanregend
Boretsch
Botanischer Name: Borago officinalis
Gattung: Raublattgewächse
Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Alantoin, Alkaloid, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure, Saponine, Zuckerstoffe, ätherisches Öl (Pinocamphon, Isopinocampher, Pinocarvon), Calciummalat, Kalium
Wirkung: beruhigend, entgiftend, entzündungshemmend, schleimlösend, abführend, herzstärkend
Brennnessel
Botanischer Name: Urtica
Gattung: Brennnesselgewächse
Inhaltsstoffe: Nesselgift, Vitamin C, K, E, B2, Carotin, Ameisensäure, Essigsäure, Eisen, Magnesium, Calcium, Histamin
Wirkung: blutreinigend, blutbildend, blutstillend, Stoffwechselfördernd, appetitanregend, harnlösend, senkt den Blutzuckergehalt, unterstützt die Bildung roter Blutkörperchen, wirkt blutstillend und blutreinigend.
Brunnenkresse
Botanischer Name: Nasturtium officinale
Gattung: Kreuzblütengewächs
Inhaltsstoffe: Vitamine A (Carotin), C, E, Jod, Calcium, Eisen, Bitterstoffe und Senfölglycosid, Arsen, Jod, Salycitate, Zink.
Wirkung: appetitanregend, blutreinigend, harntreibend, schleimlösend, Blutzucker senkend, verdauungsfördernd, entzündungshemmend
Dill
Botanischer Name: Anethum graveolens
Gattung: Doldenblütler
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl (Alpha-Pinen, Alpha-Phellandren, Beta-Phellandren), Limone
Wirkung: appetitanregend, verdauungsfördernd, beruhigend
Estragon
Botanischer Name: Artemisia dracunculus
Gattung: Korbblütler
Inhaltsstoffe: ätherische Öle (Estragol, Limonen, Nerol, Ocimen, Phellandren, Terpen), Asparagin, Beta-Sitosterol, Carvon, Cumarine, Estragol, Eugenol, Gerbstoff, Glutaminsäure, Kalium, Kampfer, Jod, Limonen, Menthol, Phenol, Phytosterole, Salizylsäure, Thujon, Umbelliferon, Vitamin C, Zink
Wirkung: beruhigend, harntreibend, schmerzstillend, entschlackend, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, verdauungsfördernd, appetitanregend
Fenchel
Botanischer Name: Foeniculum vulgare
Gattung: Doldenblütler
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Anethol, Fenchon, Pinen und Dipentin, Camphen, Myrcen, Limonen, Estragol, Safrol, Bergapten, Bor, Kampfer, Carvon, Chamazulen, Citral, Citronella, Cumarine, Eugenol, Flavonoide, Fumarsäure, Kaffeesäure, Limonen, Linalool, Linolsäure, Myristicin, Psoralen, Salicylate, Thymol, Tocopherol, Trigonellin, Umbelliferon, Xanthotoxin, Vitamin C
Wirkung: Magen beruhigend, entzündungshemmend, appetitanregend, entspannend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend
Gartenkresse
Botanischer Name: Lepidium sativum
Gattung: Kreuzblütengewächse
Inhaltsstoffe: Diallylsulfid und Ascorbinsäure (Vitamin C und A). Vitamin C, Ätherische Öle, Senfölglykoside, Schleim, Schwefel, Alkaloid,
Wirkung: Harntreibend, blutreinigend, appetitanregend
Hirtentäschelkraut
Botanischer Name: Capsella
Gattung: Kreuzblütengewächse
Inhaltsstoffe: Flavonoide, Kalium, Kalzium und Spurenelemente, Cholin, Acethylcholin, Tyramin, Brusasäure, ätherisches Öl, Saponin, Kalium, Gerbstoff
Wirkung: blutstillend, blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend
Holunder
Botanischer Name: Sambucus nigra
Gattung: Geisblattgewächse
Inhaltsstoffe: Glycoside, ätherisches Öl, Flavonoide, Cholin, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Gerbsäure, Vitamin C, Rutin, Zucker, Provitamin A, Bitterstoffe, Vitamine A und C, Karotin, Niacin, Kalium, Flavonoide.
Wirkung: anregend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, pilztötend, schleimlösend
Kamille
Botanischer Name: Matricaria chamomilla
Gattung: Korbblütler
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Azulen, Chamazulen, Apiin, Bitterstoffe, Flavone, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Cumarin, Borneol, Werg, Farnesol, Herniarin, Hyperosid, Oleanolsäure, Salicylate, Salizylsäure, Schwefel, Thujon, Umbelliferon, Guaianolide, Anissäure, Kaffeesäure, Vanillinsäure, Syringasäure
Wirkung: antibakteriell, austrocknend, beruhigend, blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schmerzlindernd, tonisierend, verdauungsfördernd
Karotte
Botanischer Name: Daucus carota subsp. sativus
Gattung: Doldenblütler
Inhaltsstoffe: Ballaststoffe, Mineralstoffe (Selen, Kalium, Calcium, Magnesium, Folsäure, Biotin), Zucker.
Wirkung: Blutbildungsfördernd, fördert die Widerstandskraft, reguliert die Magensaftabsonderung, harntreibend
Knoblauch
Botanischer Name: Allium sativum
Gattung: Zwiebelgewächs
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Kohlenhydrate, Proteine, Fette, Wasser, Mineralstoffe (Kalzium, Phosphor, Eisen, Natrium, Kalium), Vitamine A, B1, B2, Nikotinamid, C, Alliin, Desoxyalliin. Allicin, Methylallyl-Trisulfid, Garlicin, Allistatin, Cystein
Wirkung: antibakteriell, desinfizierend, krampflösend, sekretionssteigernd, entzündungshemmend, Blutdruck- und Cholesterinsenkend, schleimlösend
Koriander
Botanischer Name: Coriandrum sativum
Gattung: Doldenblütler
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Linalool, Geraniol, Borneol, Pinen Koriandrol, Eiweiß
Wirkung: verdauungsfördernd, verhindert Blähungen, krampflösend, entzündungshemmend.
Kümmel
Botanischer Name: Carum carvi
Gattung: Doldenblütler
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Carvon, Limonen, Myrcen, Carveol, Kohlenhydrate, Flavonoide, Öl, Zucker, Stärke
Wirkung: verdauungsfördernd, mildert Blähungen, krampflösend, wurmtreibend
Liebstöckel
Botanischer Name: Levisticum officinale
Gattung: Doldenblütler
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Alkylöphtaliden, Cumarinverbindungen, Ligustilid,
Angelikasäure, Apiol, Apfelsäure, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Fette, Gummi, Harze, Invertzucker, Kampfer, Carvon, Isovalerinsäure, Cumarine, Myristicin, Umbelliferon
Wirkung: anregend, blutstillend, krampflösend, schleimlösend, harntreibend, schleimlösend, entzündungshemmend, entgiftend
Löwenzahn
Botanischer Name: Taraxacum officinale
Gattung: Korbblütler
Inhaltsstoffe: Vitamin A, C, D, Bitterstoffe, Colin, Inulin, Taraxin, Saponine
Wirkung: harntreibend, appetitanregend, blutbildend, blutreinigend, regt die Lebertätigkeit an, blutreinigend
Majoran
Botanischer Name: Origanum majorana
Gattung: Lippenblütler
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Carvacrol, Terpinenol, Origanol, Linalool, Bitterstoffe, Gerbstoff, Gerbsäure, Saponine, Arbutin, Borneol, Eugenol, Geraniol, Limonen, Menthol, Oleanolsäure, Rosmarin-Säure, Terpentin, Thymol, Vitamin C, Zink
Wirkung: antibakteriell, beruhigend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend
Melisse
Botanischer Name: Melissa officinalis
Gattung: Lippenblütler
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Citronellal, Geranial, Geraniol, Neral, Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Schleim, Glykosid, Saponin, Thymol
Wirkung: anregend, antibakteriell, aufmunternd, beruhigend, entspannend, krampflösend, kühlend, pilzhemmend, schmerzstillend, virushemmend, Cholesterinspiegel senkend, entzündungshemmend, beruhigend und blutdrucksenkend
Minze
Botanischer Name: Mentha spicata
Gattung: Lippenblütengewächse
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Menthol, Methylacetat, Cineol, Jasmon, Pinen, Cadinen, Menthofuran.
Wirkung: schmerzlindernd, entzündungshemmend, krampf- und schleimlösend
Oregano
Botanischer Name: Origanum vulgare,
Gattung: Lippenblütler
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Thymol, Carvacrol, Limonen, Linalool, Gerbstoffe, Bitterstoffe
Wirkung: antiseptisch, antiviral, entzündungshemmend, verdauungsfördernd, appetitanregend, krampflösend
Petersilie
Botanischer Name: Petroselinum hortense, Petroselinum crispum
Gattung: Doldenblütler
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Apiol, Myristicin, Pinen, Terpen, Bergapten, Menthatrien, Myristicin, Vitamin A, C, Apiin, Apiolin, Flavonoide, Furocumarin, Gerbsäure, Glykoside, Salicylate, Thymol, Umbelliferon, Violaxanthin, Zink
Wirkung: appetitanregend, harntreibend, blutreinigend, entzündungshemmend, krampflösend, schleimlösend.
Pfefferminze
Botanischer Name: Mentha piperita
Gattung: Lippenblütler
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Enzyme, Valeriansäure
Wirkung: antibakteriell, beruhigend, entzündungswidrig, keimtötend, krampflösend, schmerzstillend
Ringelblume
Botanischer Name: Calendula officinalis
Gattung: Korbblütler
Inhaltsstoffe: Calendulin, Calendulen, Carotinoide, Laurin, Myristin, Mineralsalz, Palmitin, Apfel- und Salizylsäure, ätherisches Öl, Calendula-Sapogenin, Saponine, Glykoside, Xanthophylle, Flavonoide, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Taraxasterol, Violaxanthin
Wirkung: abschwellend, adstringierend, antibakteriell, anregend, entzündungshemmend, krampflösend, pilztötend, reinigend, entzündungshemmend
Rooibusch
Botanischer Name: Aspalathus linearis
Gattung: Hülsenfrüchtler
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Fluor, Aluminium, Vitamin C, Borneol, Kalk, Essigsäure, Eugenol, Flavonoide, Gallussäure, Gerbsäure, Eisen, Kaffeesäure, Kalium, Kupfer, Limonen, Linalool, Magnesium, Mangan, Natrium, Phenol, Rutin, Thymol, Zink
Wirkung: entspannend, tonisierend, krampflösend, gegen Übelkeit, Magenschmerzen, Magenkrämpfe, Allergien, Ekzeme
Rosmarin
Botanischer Name: Rosmarinus officinalis
Gattung: Lippenblütler
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Cineol, Pinen, Monoterpene, Campher und Flavine, Carnosolsäure, Terpene, Thymol, Verbanol, Gerbstoff, Gerbsäure, Bitterstoff, Beta-Sitosterol, Flavone, Salicylate, Saponine,
Wirkung: adstringierend, anregend, antibakteriell, entspannend, entzündungshemmend, krampflösend, pilztötend, schmerzstillend, gegen zu niedrigen Blutdruck, Erschöpfung, krampflösend
Salbei
Botanischer Name: Salvia officinalis
Gattung: Lippenblütler
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Thujon, Campher, Cineol, Pinen, Salviol, Salven, Betulin, Asparagin, Bitterstoff, Borneol, Carnosinsäure, Zineol, Flavonoide, Fumarsäure, Gerbstoff, Harz, Ledol, Limonen, Menthol, Oleanolsäure, Sabinol, Salizylsäure, Saponine, Terpineol, Thujon, Thymol, Zink, Vitamine
Wirkung: adstringierend, antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, tonisierend, schleimlösend, hilft gegen Durchfall
Sauerampfer
Botanischer Name: Rumex acetosa
Gattung: Knöterichgewächse
Inhaltsstoffe: Kaliumoxalat, Oxalsäure, Vitamin C, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Eisen, Flavonglykoside, Gerbsäure, Hyperosid,
Wirkung: adstringierend, blutbildend, blutreinigend, harntreibend, entschlackend
Schnittlauch
Botanischer Name: Allium schoenoprasum
Gattung: Lauche
Inhaltsstoffe: Vitamin A, C, Jod, Silizium, Eisen, organisch gebundener Schwefel, Arsen
Wirkung: appetitanregend, verdauungsfördernd, blutdrucksenkend, entzündungshemmend, blutreinigend, harntreibend, schleimlösend
Spitzwegerich
Botanischer Name: Plantago lanceolata
Gattung: Wegerichgewächse
Inhaltsstoffe: Schleim- und Gerbstoffe, Flavonoide, Kieselerde, Aucubin, Catalpol, Asperulosid, Saponine, Glykoside, Vitamin C, antibiotische Stoffe, ätherisches Öl, Lab-Enzym
Wirkung: antibakteriell, adstringierend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, schleimlösend

