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Geschrieben von: Mary Kreile   
Donnerstag, den 07. Januar 2010 um 12:43 Uhr

 

 

Vogelbaum bauen

 

Um den Vögeln Anreiz zum Fliegen und Verweilen zu bieten, können alle Vogelhalter die handwerklich begabt,  aber auch solche die mit zwei linken Händen ausgestattet sind,  ihren Lieblingen einen tollen Vogelbaum bauen.

 

Wenn der Platz im Vogel- bzw. Wohnzimmer ausreichend ist, kann der Vogelbaum nicht groß genug sein.

 

Die einfachste Art einen großen Baum zu bauen ist es einen großen Blumenübertopf auf einen rollbaren Blumenuntersetzer zu setzen. Dann werden Plastikwasserrohrstücke mit etwas größerem Durchmesser wie Äste eines Baumes mittig im Übertopf  platziert. Zum Schluss wird der Blumenübertopf, um dem Ganzen einen Halt zu geben, mit Gips ausgegossen und bis  vier Fingerbreit unter den Rand mit Sand befüllt. Um Standfestigkeit zu garantieren sollten noch große Kieselsteine auf dem Sand platziert werden.

 

An den Ästen mit Lederbändern, Haken und Ösen oder mit anderen Seilen Querstangen oder Sitzbrettchen befestigen. Spielzeug zum Schreddern dran und fertig ist der neue Aussichtsplatz für unsere Lieblinge.

 

Da Nymphensittiche doch sehr ängstlich sind, kann man als Lockmittel ihre geliebte Kolbenhirse aufhängen. Meist siegt schnell die Neugierde und die Nymphies werden den Vogelbaum schon bald zu ihrem Lieblingsplatz erklären.

 

Die Äste des Baumes sollten von ungespritzten Obstbäumen (keine Pflaumenbaumäste, da diese harzen können), Weide, Korkenzieherweide oder Haselnuss sein.

 

Vor dem Bauen natürlich alle Äste in der Badewanne gut abschrubben um Wildvogelkot, Wurmeier oder Moos zu entfernen und anschließend gut trocknen lassen.

 

Viel Spaß beim Nachbauen, deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

 

 

Nachfolgend einige Beispielbilder von selbst gebauten Kletterbäumen:

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Zweig hängt an der Decke:

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. April 2011 um 13:34 Uhr
 
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Geschrieben von: Christian   
Donnerstag, den 07. Januar 2010 um 09:56 Uhr

 

Künstliche Beleuchtung in der Nymphensittichhaltung

 

Ein essentieller Bestandteil in der Nymphensittichhaltung ist neben Unterbringung, Inneneinrichtung, Ernährung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit auch die Beleuchtung.

 

Um als Nymphensittichhalter optimale Haltungsbedingungen schaffen zu können ist es notwendig, ein großes Augenmerk auf eine möglichst naturnahe Beleuchtung zu legen. Als Vorbild sollten hierfür die Lichtverhältnisse in der natürlichen Umgebung der Nymphensittiche  genommen werden.

 

In der australischen Heimat, dem kargen und wüstenähnlichen Buschland des Outbacks, herrscht eine erheblich höhere Lichtintensität wie in den meisten zentraleuropäischen Wohnzimmern.

 

Welche Parameter sind hierbei zu beachten? Betrachten wir hierzu erst einmal die physikalischen Eckdaten die uns jede Art von Licht liefert. Dies wären, Lichtintensität,  Lichtfarbe und das Spektrum.

 

Die Lichtintensität: Sie kann mit der physikalischen Messgröße in Lux gemessen werden. Sie gibt den Lichtstrom, der in Lumen gemessen wird, auf die Fläche von 1 Quadratmeter an.

 

Zum Vergleich:  Bei einem Hellen Sonnentag herrschen auf der  Eroberfläche etwa 100000 Lux.

 

An einem schattigen Sommertag sind es immer noch 10 000 Lux.

 

Die durchschnittliche Beleuchtung in einem Wohnzimmer hat eine Lichtintensität von etwa 800 Lux.

 

Die Lichtfarbe: Sie wird auch Farbtemperatur genannt, ist eine spektrale Zusammensetzung des von einer Lichtquelle ausgesendeten Lichtes. Die physikalische Maßeinheit der Lichtfarbe ist die Größe Kelvin (K).

 

Die Lichtfarbe des natürlichen Sonnenlichtes verändert andauernd im Verlauf des Tages und abhängig von den natürlichen Umständen. Hier spielen sowohl die Jahreszeiten als auch die Wolkendecke eine große Rolle.

 

Gehen wir von einem wolkenlosen Sommertag aus, so hat das Licht der Morgendämmerung keine Rottöne. Man spricht auch von Morgengrauen. Die Farbtemperatur liegt hier bei etwa 2500 K.

 

Gegen Mittags wird das Licht weißer, es hat eine Farbtemperatur von 5600 K.

 

Zum Abend hin wiederholt sich das ganze in umgekehrter Reihenfolge.

 

Das Lichtspektrum: Es ist das Spektrum des sichtbaren Lichtes. Das Lichtspektrum der Vögel unterscheidet sich gravierend von dem des Menschen und vieler anderer Säugetiere. Vögel haben die Fähigkeit in Teilbereiche des Spektralspektrums zu sehen, die uns ohne technische Hilfsmittel verborgen bleiben. Dazu gehört die Fähigkeit UV-Licht wahrzunehmen.

 

Das für den Menschen sichtbare Spektrum reicht von 390nm (darunter beginnt der Ultraviolette Bereich), bis zu 790nm (darüber beginnt der Infrarote Bereich). In den dazwischen liegenden Wellenlängen sind die für uns sichtbaren Farben des Regenbogens zu finden.

 

Die im Auge des Nymphensittichs sitzenden Zapfenzellen sind in der Lage, UV-Licht wahr zu nehmen. Es dient ihnen, sowie zahlreichen anderen Vogelarten, unter anderem zur Orientierung, zur Geschlechter- und Artenerkennung sowie zur Futtersuche.

 

Zusätzlich gewährleistet der Anteil des UV-B-Lichtes die Synthese des Vitamins D3, das zur Knochenbildung benötigt wird.

 

Das sind zusammengefasst und verständlich gemacht die Eckdaten, an denen sich nun der gewillte Vogelhalter orientieren sollte, wenn er seinen Schützlingen eine artspezifische Beleuchtung zuteil werden lassen will.

 

Das dies mit nur einer einzigen Art von Allround-Lampe, die morgens an- und abends aus geht realisieren lässt ist jetzt auch leicht zu verstehen.

 

Glücklicherweise gibt uns die heutige Technik jedoch Mittel und Möglichkeiten um einer Imitation der Natur nahe zu kommen.

 

Hier werden nun einige Vertreter der Lampenarten miteinander verglichen und auf Eignung in der Nymphensittichhaltung überprüft:

 

 

Glühlampen (Glühbirnen):

 

Glühlampen haben nur einen Vorteil, sie sind billig. In Bezug auf Lichtausbeute, Lebensdauer, Lichtfarbe und UV-Anteil weisen sie nur Nachteile auf.

 

Die Lichtfarbe entspricht mit ihren etwa 2900 K in keinster Weise dem natürlichen Sonnenlicht. Ihre Lichtintensität mit etwa 14 lm/W ist dürftig und einen UV-Anteil kann man mit handelsüblichen Glühbirnen auch nicht erreichen.

 

Wenn man Glühlampen einsetzen will, so kann man dies als Nachtlicht oder zur Simulation des Tag-/Nachtwechsels machen.

 

 

Mischlichtlampen:

 

Die Mischlichtlampe ist eine Kombination von Glüh- und Quecksilberdampflampe. Sie weist bereits, bei Verwendung eines UV-Durchlässigen Spezialglases einen nennenswerten UV-A- und UV-B-Anteil auf.

 

Jedoch ist auch ihre Lichtausbeute (unter 20 lm/W) sehr dürftig.

 

Mischlichtlampen werden häufig mit hohen Wattzahlen angeboten. Deshalb ist ein Dauereinsatz dieser Lampen nicht geeignet, denn die Wärmeabgaben ist bei einem Wirkungsgrad von lediglich 10% enorm.

 

Allerdings gibt es aus durchaus Mischlichtlampen, die bei einer Wattstärke von 100 W bis 160 W liegen, die auch für den Dauerbetrieb geeignet sind.

 

Mischlichtlampen sind in der Anschaffung deutlich teurer als Glühlampen, haben allerdings auch eine längere Lebensdauer.

 

Aufgrund der geringen Lichtausbeute eignen sie sich nicht zur Grundausleutung, sind jedoch als UV-Lichtquelle gut geeignet

 


 

Leuchtstofflampen:

 

Im Gegensatz zur Mischlicht- und Glühlampe, ist die Leuchtstofflampe in Abhängigkeit von der Bauart, zur Grundausleuchtung gut geeignet. Teilweise haben sie einen Wirkungsgrad von bis zu 30 %.

 

Leuchtstofflampen gibt es in verschiedenen Durchmessern. Die üblichen Durchmesser sind sogenannte T5- und T8-Röhren. Die Zahl hinter dem T gibt dabei den Durchmesser in Achtel-Zoll an. Eine T8-Röhre hat somit einen Durchmesser von 8/8-Zoll oder 26 mm.

 

Man kann beide Lampentypen also ganz einfach mit bloßem Auge unterscheiden.

 

Der größte Unterschied besteht jedoch in der Betriebsart. T8-Röhren können sowohl mit konventionellem Vorschaltgerät (KVG) als auch mit elektronischem Vorschaltgerät (EVG) betrieben werden.

 

T5-Röhren können bauartbedingt nur mit EVG betrieben werden. Der Unterschied zwischen beiden Betriebsarten ist essentiell. Da das Vogelauge und das Vogelgehirn, eine deutlich höhere Bildfrequenz als das menschliche Auge verarbeiten können.

 

Leuchten die mit KVG betrieben werden zeigen schon für unser Auge ein wahrnehmbares Flimmern. Für einen Vogel wirkt dieses Flimmern wie ein Stroboskop.

 

Verwendet man T5-Röhren, so ist in den Lampen schon das richtige Vorschaltgerät eingebaut und man braucht sich nicht darum zu kümmern, um auch sicher dass richtige Betriebsmittel zu wählen.

 

Leuchtstofflampen, die als Vollspektrumlampen verkauft werden, weisen schon einen UV-Anteil auf. Allerdings müssen, wenn der UV-Anteil genutzt werden möchte, die Lampe mindestens alle sechs Monate gewechselt werden, da danach die für den UV-Anteil notwendige Beschichtung, verbraucht ist.

 

Allerdings muss dazu gesagt werden, dass auch der UV-Anteil von Vollspektrumslampen sehr gering ist.

 

Außerdem nimmt die ohnehin schon geringe Leistung, ab Verlassen der Lampe linear ab. Das heißt im Klartext, verdoppelt sich der Abstand zur Lampe so wird nur noch die Hälfte der ausgesendeten UV-Leistung erreicht.

 

Leuchtstofflampen gibt es in den Ausführungen High Efficiency HE und High Output HO. Die HO Lampen sind den HE Lampen in jedem Fall vor zu ziehen, da hier das Hauptaugenmerk auf einen möglichst hohen Lichtausfall gerichtet wurde.

 

Fazit: die Leuchtstofflampe eignet sich zur Grundbeleuchtung, ist jedoch als Sonnenpunkt und als UV-Versorger nicht geeignet.

 

 

Halogen-Metalldampflampe:

 

Diese Art von Lampe stellt im vergleich zu den bisher genannten die effizienteste Möglichkeit der Beleuchtung dar.

 

Sie besitzen sowohl eine hohe Lichtleistung (mehr als 80 lm/W), eine hohe Lebensdauer und einen hohen Farbwiedergabeindex.

 

Bekannt sind diese Lampen mit den Marktbezeichnungen HQI, HCI oder CDM. Sie müssen wie die Leuchtstofflampen auch, unbedingt mit elektronischem Vorschaltgerät betrieben werden.

 

Auch die Effizienz der Lampe gewinnt enorm durch die Verwendung eines EVG`s.

 

Diese Lampen wurde ursprünglich für die Ausleuchtung von Verkaufsflächen konzipiert. Aus diesem Grund haben sie in der Regel eine UV-Absorbierende Schutzglas-Scheibe. Halogen- Metalldampflampen, stellen derzeit die beste Möglichkeit dar, Sonnenplätze mit bis zu 100 000 Lux zu realisieren. Zur Zeit ist auf dem Markt eine Lampe aus dem Terrarienbereich erhältlich, die auch eine adäquate UV-Versorgung sichert.

 

Beim Einsatz dieser Lampen sollte der nächstmögliche Sitzplatz nicht näher als 80 cm zur Lampe sein. Auch ist darauf zu achten das die Strahlung der Lampe senkrecht von oben auf die Vögel strahlt und nicht seitlich auf das Auge trifft.

 

Die Anschaffung dieser Lampen ist allerdings preislich höher anzusiedeln, sie sind für etwa 75,- € zu erwerben.

 

 

Fazit aus den Lampenvergleichen:

 

Eine einzig richtige Lösung gibt es nicht. Das natürliche Sonnenlicht mit all seinen Bestandteilen ist einfach zu komplex und vielschichtig um es mit einer einzigen Lampe nachbilden zu können.

 

Um einen naturnahen Lichtfluss zu erreichen ist am besten eine Kombination verschiedener Lampentypen zu wählen. Derzeit stellt eine Zusammenstellung aus Leuchtstofflampen in HO mit einer Lichtfarbe im Bereich von etwa 5500K für die Hauptbeleuchtungszeit und 4500K für die Morgen- und Abendstunden, sowie einer oder mehrerer Halogen-Metalldampflampen dar, um Sonnenpunkte im Raum zu schaffen die, die Vögel je nach eigenem Wunsch aufsuchen können.

 

 Um einen natürlichen Sonnenauf- bzw. –Untergang zu simulieren sind im Handel verschiedene Arten von Dimmern erhältlich. Diese sind frei programmmierbar, so dass man sogar einen Schattenflug durch Wolken nachstellen kann.

 

Für die Nacht ist in jedem Fall ein Nachtlicht zur Verfügung zu stellen. Bei völliger Dunkelheit kann schon die kleinste Störung zu einem Schreckflug führen. Diese sogenannten Night-Frights enden nicht selten mit schwersten Verletzungen im schlimmsten Fall kann es sogar zum Tod eines oder mehrerer Tiere führen. Das Nachtlicht sollte so hell sein, das es den Tieren möglich ist auch bei Nacht auf einem Ast landen zu können ohne diesen zu verfehlen.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. April 2011 um 13:35 Uhr
 
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Geschrieben von: Martina   
Mittwoch, den 30. Dezember 2009 um 14:38 Uhr

Volierenausstattung

 

Leider sind viele Artikel, die im Zoofachhandel angeboten werden, tierschutzwidrigl Weder Nymphen- noch Wellensittiche brauchen einen Spiegel! Der Spiegel simuliert einen Partnervogel und der Sittich kann eine Fehlprägung im Verhalten entwickeln. Da Nymphensittich sowieso nur paarweise gehalten werden sollten erübrigt sich der Partnerersatz in Form eines Spiegels.

 

Für die Füßchen und insbesondere für die Krallen sind Naturholzäste oder Korkbrettchen die ideale Sitzgelegenheit. Durch die ungleiche Oberfläche von Naturholzstangen (der Durchmesser des als Sitzstange genutzten Astes darf hier über die Länge gerne variieren) stellt eine Herausforderung für den Fuß dar, was den Muskelaufbau und die Kraft im Beinchen fördert und zugleich wetzen sich beim Umklammern von Naturholzästen noch die Krallen ab.

 

Plastikstangen oder auch gedrechselte Stangen sind nicht nur unnatürlich, sondern auch nicht gut für die Füßchen der Vögel. Ebenso mit Sand behaftete Papierstreifen, die über die Sitzstange geschoben werden. Schmerzhafte Sohlenballengeschwüre durch einseitige Belastung sind die Folge.

 

Weiterhin muss auch Spielzeug nicht aus Plastik sein. Als schöne Schaukeln bieten sich z.B. unbehandelte Weidenringe an. Sitzgelegenheiten aus Weide oder Kork können von den Nymphensittichen nach Belieben angeknabbert und zerschreddert werden ohne dass eine Gefahr für die Gesundheit besteht.

 

Zur Beschäftigung reicht oft eine mit Heu oder Kolbehirse gefüllte Klopapierrolle aus, die zuerst mit dem Schnabel auseinandergenommen werden muss, bevor der Sittich an das Leckerlie darin herankommt.

 

 

 

Verschiedene Einstreu Bild 1 = normaler Vogelsand (links), Papageiensand (rechts) / Bild 2 = Buchenholzgranulat mit getrocknetem Heu und Blüten

 


 
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 12. Oktober 2011 um 19:43 Uhr
 


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