Außenvoliere
Der ideale Lebensraum für Nymphensittiche als Heimtier ist die Außenvoliere, in der alles auf die Vögel abgestimmt ist und in der es die typischen Gefahren einer Wohnung oder eines Hauses (z.B. Bleibänder in Gardinen, Fensterscheiben) natürlicherweise nicht gibt. Zudem sind die Vögel ständig an der frischen Luft und bekommen ausreichend Sonnenlicht, das für die Vitamin-D Synthese lebenswichtig ist. Die Jahreszeiten bieten Abwechslung durch die unterschiedlichen Wetterlagen. Eine bessere Dusche als einen Regenschauer gibt es nicht!
Eine Außenvoliere darf man selbst auf seinem eigenen Grund und Boden evtl. nicht ohne vorherige Genehmigung des zuständigen Bauamtes errichten. Vorab muss diesbezüglich das Amt befragt und das weitere Prozedere besprochen werden.
Da Nymphensittiche laut werden können (gerade in den frühen Morgenstunden) empfiehlt es sich, von den Nachbarn eine schriftliche Einwillgung zum Bau der Außenvoliere einzuholen. Damit es nicht nachträglich zum Streit mit der Nachbarschaft kommt, sollten die Vögel gerade im Sommer auch nachts im Schutzhaus bleiben, damit sie nicht schon bei den ersten Sonnenstrahlen lautstark den Tag begrüßen können.
Der Standort für die Außenvoliere sollte so gewählt sein, dass die Vögel ausreichend Sonne und Schatten haben.
Zu der Außenvoliere gehört auch ein Schutzhaus für die Nacht und die kalte Jahreszeit. Mag man nicht selbst bauen, bekommt man in den Gartenabteilungen der div. Baumärkte fertige Gartenholzhäuschen. Das Schutzhaus muss mit einer Heizung und einem Frostwächter ausgestattet sein. Die Temperatur darf im Winter im Schutzhaus nicht unter + 5 °C sinken. Durch eine gute Isolierung lässt sich ein Energieverlust vermeiden. Das Schutzhaus muss Fenster haben und/oder eine künstliche Beleuchtung. Ideal sind hier die speziellen Birdlamps.
Alle verbauten Materialien müssen schadstofffrei sein. Harte Holzbalken wie z.B. aus Lärche, Fichte oder Kiefer dürfen nicht gegen Witterungsschäden mit chemischem Lack oder Lasur behandelt werden.
Der zur Verfügung stehende Flugraum insgesamt (Schutzhaus und Außenvoliere) muss sich nach der Anzahl der Vögel richten. Werden mehrere Arten zusammen gehalten, muss die gesamte Anlage entsprechend groß sein, damit sich die Arten bei Streitereien aus dem Weg gehen können.
Genau wie in der Wohnungshaltung auch, gilt es bei der Außenvoliere so viel Platz zu haben, dass brütende Paare vom Schwarm getrennt werden können. Sowohl der Schwarm als auch das/die brütenden Paar/e müssen nach der Trennung noch genügend Platz haben.
Idealerweise ist der Freiflugraum länglich statt quadratisch, da dann die Flugstrecke länger ist.
Hinsichtlich der Größe der Gesamtanlage gibt es keine gesetzlichen Vorschriften. Jedoch werden in dem Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Papageien der Sachverständigengruppe bei Vögeln gleicher Größe eine Grundfläche der Außenvoliere von 2 m² sowie 1 m² im Schutzhaus pro Paar angegeben. Nymphensittichhaltern, die ihre Vögel in der Wohnung oder im Haus halten, wird geraten ein großes Freiflugzimmer anzubieten. Im Schnitt sollte es 15 m² groß sein. Eine Außenvoliere darf demnach nicht kleiner sein.
Damit die Vögel ausreichend vor Sonne, Niederschlägen und Kälte geschützt sind, sollte die Außenvoliere von 2 Seiten geschlossen sein. Im Winter empfiehlt sich die Schließung aller Seiten.
Vögel in Außenvolierenhaltung unterliegen einer höheren Ansteckungsgefahr durch Wildvogelkot. Ein Teil der Außenvoliere sollte daher mit UV-durchlässigen Doppelstegplatten überdacht werden.
Beim Bau der Außenvoliere gilt es, darauf zu achten, dass diese absolut sicher vor Fressfeinden (Katzen, Greifvögel, Mäuse, Ratten, Mader) gebaut wird. D.h.: doppelte Verdrahtung (der äußere Draht sollte eine Maschenweite von 10 mm x 10 mm nicht überschreiten), Betonfundament oder engmaschiger Draht im Boden. Die Fressfeinde werden oftmals vom Futter der Nymphensittiche angezogen. Daher sollte alles Essbare nach Möglichkeit nur im Schutzhaus angeboten werden.
Damit beim Betreten der Voliere die Vögel nicht wegfliegen können, muss unbedingt eine Schleuse gebaut werden, d.h., es müssen zwei Türen nacheinander geöffnet werden, bevor man zu den Vögeln gelangt.
Nachfolgend die Bauberichte von Daniela und Devil98.
Die Maße der Voliere sind 3,10 m x 2,40 m
(plus Schleuse 0,80 x 0,80 m),
davon Schutzraum 0,50 x 0,70, Höhe 1,00 m)
Der Bau
„Am Anfang war“ – eine hässliche Garagenrückwand, an die schon seit mindestens 15 Jahren, unter anderem wegen der besseren Zugänglichkeit der Garage, eine kleine Terrasse angebaut werden sollte. Außerdem sollte ein kleiner Raum für die Gartenwasserpumpe geschaffen werden. Aber das hat ja alles noch viel Zeit, irgendwann wird das schon fertig werden.

Plötzlich musste alles sehr schnell gehen. Mitte Mai 2007 wurde kurzerhand entschieden, dass spätestens Mitte September 2007 vier Nymphensittiche in eine noch zu errichtende Außen- voliere einziehen werden. Grund war eine bereits fortgeschrittene Vogelhalterlunge, die es nicht mehr zuließ die Nymphies in der Wohnung zu halten. Außerdem sollten die Süßen rechtzeitig vor dem Winter in ihre neue Voliere einziehen, um sich an sinkende Temperaturen zu gewöhnen.
Die Standortwahl war unter Berücksichtigung des oben erwähnten Umstandes sehr schnell geklärt, und nach kurzer Überlegung über die grundsätzliche Bauart der Außenvoliere wurde entschieden, die AV in Anlehnung an die schon bestehende Hauptterassenüberdachung und wegen der damit verbundenen Helligkeit in der Voliere hauptsächlich aus Holz und Glas zu bauen. Das Ganze soll auf einer stabilen Betonplatte aufgebaut werden, die wegen der besseren Reinigungsmöglichkeit frostfest verfließt wird.
Die Größe soll etwa 7,5 qm betragen, um noch Platz für 2 weitere Nymphies zu haben.
Als Rückzugsraum für Frosttage soll ein wärmegedämmter und beheizter Schutzraum, der in die Voliere integriert ist, dienen. Der Schutzraum soll durch ein großes Fenster mit Wärmeschutzverglasung zu Fütterungs- und Reinigungszwecken zugänglich sein.
Ein befreundeter Architekt wurde schnell gefunden, der anhand dieser Grundlagen einen genauen Bauplan erstellte und auch einige Ratschläge zur Materialauswahl machte.
Und schon ging's los mit dem Aushub. Da ein Handaushub für unsere zarten Bürohände nicht sehr zuträglich gewesen wäre, wurde er mit einem Kubota Minibagger erledigt. Der Bagger konnte durch die hintere Garagentür in den Garten fahren und hat den Aushub in 2 Stunden erledigt.

Anschließend wurde die Schalung gebaut, die ersten Elektroleerrohre verlegt, und Armierungsmatten eingebracht. An den kurzen Seiten waren bereits Stützfundamente für die Terrassenplatte vorhanden, die lange Vorderseite wurde mittels verlorener Schalung gleich mit einem Schenkel bis Frosttiefe betoniert. Der Schenkel wurde mit 5 cm Dämmmatte, in die Schalung eingelegt, gegen Frost geschützt. An der Garagenwand konnte das Garagenfundament als Auflager genutzt werden, da dieses 25 cm unter der Wand herausragte.

Nach all diesen Vorbereitungen kam der große Tag, an dem endlich der Beton kam. Es wurden 3 m³ Lieferbeton der Klasse C 25/30 in die Schalung eingefüllt und mittels Rüttelflasche verdichtet. Zur Einbringung mussten einige Zaunbretter demontiert werden, dadurch konnte auf eine Betonpumpe verzichtet werden. Der Beton wurde mit dem Rechen verteilt, und anschließend mit dem Glättbrett geglättet.

Nun begann der Aufbau des hinteren Volierenbereiches. Wie bereits erwähnt sollte in diesem Bereich ein Raum für die Gartenwasserpumpe untergebracht werden. Daneben sind ein Raum für den Industriesauger für die Volierenreinigung und ein Vorratsraum vorgesehen. Diese beiden Räume erhalten eine Gittertür. Der Pumpenraum soll nur von außen zugänglich sein.
Da wir alle keine Maurer sind, und auch vom Verputzen einer Mauer nichts verstehen, haben wir uns entschlossen den Aufbau in Trockenbaukonstruktion zu erstellen. Da Gipsbauplatten jedoch im Außenbereich nicht so gut geeignet sind, wurde als Baustoff Fermacell verwendet. Auch diese Platten gibt es in jedem Baumarkt, sie sind jedoch etwas teurer als Gipsplatten.
Aus Stabilitätsgründen wurde die Konstruktion im unteren Bereich nach Einbringen der erforderlichen Leerrohre für die Elektroinstallation und der erforderlichen Wasserrohre mit Beton ausgegossen. Dazu mussten die Wände gut abgestützt werden, um ein Durchbiegen der Fermacellplatten zu vermeiden.


In diese Unterkonstruktion wurden bereits die Halter für die Balkenkonstruktion aus Gewindestangen M16 einbetoniert und dabei mit einer provisorischen Holzlehre auf genaues Maß gebracht. Die übrigen Balkenhalter wurden exakt gemäß Plan mittels Zweikomponentenbaukleber in die Betonplatte geklebt.

Nach dem Einschalen und Betonieren aller Sockel konnte mit den Fliesenarbeiten begonnen werden. Da Fliesen im Außenbereich in jedem Fall frostfest sein müssen, und Naturstein zurzeit sehr preiswert in den Baumärkten angeboten wird, viel die Wahl auf Granit. Dieser wurde in 3 verschiedenen Ausführungen verwendet:
- Der Außensockel wurde mit 3 cm starken Platten verkleidet, die bereits in die Schalung eingelegt wurden und somit dauerhaft mit dem Sockelbeton verbunden sind.
- Der Boden wurde mit 2 cm starken Platten 40x40 cm in Mörtelbettverlegung belegt. Diese wurde erforderlich um ein Gefälle in Richtung Wasserauslauf zu erzeugen.
- Die Innen- und Oberseiten der Sockel wurden mit 1 cm starken Platten 30x30 cm in Dünnbettklebetechnik verkleidet. Die gleichen Platten wurden auch an der Hinterseite des Aufbaus verwendet


Es sollte hier vermerkt werden, dass als Fliesenmörtel und -kleber sowie Verfugungsmasse nur Markenerzeugnisse verwendet wurden, keine Billigprodukte, denn die Fliesenarbeiten sollen auch nach mehreren Wintern in einwandfreiem Zustand sein. Dies soll keine Abwertung von Baumarktprodukten sein, aber im Außenbereich gibt es keine Kompromisse.
Etwa zu dieser Zeit hat die Damenmannschaft noch die Garagenwand in einem herrlichen Lindgrün gestrichen und einen wunderbaren, fast realistischen Baum an die Wand gemalt.


Die Fliesenarbeiten waren gerade fertig gestellt und ausreichend getrocknet, so dass die Fliesen betreten werden konnten, als auch schon der Zimmerer mit etwa 80 lfm. Holz ankam.
Die Balken 80x100 mm waren bereits gehobelt und zum größten Teil gemäß Plan auf Maß geschnitten.

Am ersten Tag war bereits der gesamte Volierenbereich und am zweiten der Rest erledigt.
Die stehenden Balken wurden mit Mutter und großer Beilagscheibe auf die fertigen Gewindestangen M 16 gesetzt und konnten so millimetergenau in der Höhe eingestellt werden. Die Pfette wurde ebenfalls mittels M 16 Gewindestangen, die mit Zweikomponentenbaukleber in die vorher gebohrten Ziegellöcher geklebt wurden, befestigt. Anschließend wurde der ganze Verband in bewährter Zimmermannsarbeit mittels Zapfen und Zapfloch zusammengesetzt.


Endlich konnten alle provisorischen Regenabdeckungen entfernt, und auf unseren nagelneuen Dachstuhl eine Plane befestigt werden, so dass alle weiteren Arbeiten nun im Trockenen erledigt werden konnten.

Dies war auch dringend erforderlich, denn nun musste der Schutzraum, der sich im Inneren der Voliere befindet, aufgebaut werden. Als erstes wurden als obere Abdeckung des Unterbaus 2 Fermacellplatten mit der Unterkonstruktion verklebt. Der Schutzraum wurde auf diesen Platten ebenfalls in Trockenwandbauweise mit 5cm Profilen aufgebaut, auch hierfür wurden Fermacellplatten verwendet, und der Hohlraum mit 5 cm Isovermatten ausgefüllt. Auch oben und unten wurde der Schutzraum so gegen Kälte isoliert. Der obere Bereich ist in einen warmen, linken und einen kalten, rechten Teil aufgeteilt. Links befindet sich, vom Innenraum durch Gitter nach unten abgetrennt, ein 200 W Wärmestrahler, eine Arcadia Birdlamp und ein Nachtlicht . Rechts befindet sich außerhalb des Schutzraums die erforderliche Elektrotechnik; Erläuterungen hierzu noch später.

Erst nach Fertigstellung des Schutzraumes, bei dem noch zum Teil von oben geschraubt werden musste, konnte die Glasmontage auf dem Dach und den Seitenwänden geschehen.
Vorher musste jedoch erst noch eine 4,5 m lange Markise montiert werden. Diese soll im Sommer die größte Hitze von der Voliere abhalten und ist deshalb über dem Glasdach befestigt. An eine spätere elektrische Steuerung ist gedacht.
Für das Dach wurde Verbundsicherheitsglas VSG 8 mm (das ist Vorschrift, sagt der Architekt) und für die vertikalen Seitenscheiben VSG 6 mm verwendet. VSG besteht jeweils aus zwei Glasscheiben, die mit einer Klebefolie verbunden werden. Der Vorteil ist, dass bei einer Beschädigung im Gegensatz zu ESG nicht die bekannten 10000 Glassplitter entstehen, und auch wenn ein Sprung entsteht, meistens nur eine Scheibe betroffen ist und das Ganze immer noch dicht ist.
Zur Befestigung der Glasscheiben wurden Elemente der Firma Alwo verwendet, die hat der Glaslieferant gleich mitgeliefert. Diese bestehen aus Unter- und Oberschiene die jeweils mit Dichtungen ausgerüstet sind. Das Ganze lässt sich mit etwas handwerklichem Geschick sehr gut selbst montieren, wäre aber natürlich auch vom Glaser auf Wunsch montiert worden. Auf jeden Fall haben wir alle Glasplatten auf dem Dach ohne Bruch innerhalb von 3 Stunden ohne Probleme montiert. Vorraussetzung hierfür war jedoch der handwerklich und maßlich einwandfrei gefertigte Dachstuhl.




Der Innenausbau:
Nachdem auch die Seitenscheiben montiert waren, konnte der Schutzraum fertig gestellt werden. Als Erstes wurden die Innenwände gefliest und das Einflugloch mittels eines ca. 8 cm langen Abschnitts eines 100er HT Rohres gefertigt und eingeklebt. Im Innenraum wurde die passend konfektionierte Heizmatte für die Bodenheizung mit Fliesenkleber eingebaut und daraufhin der Boden des Schutzraums gefliest. Als Fliesen wurden 10x10 cm Küchenfliesen verwendet die als Matten mit jeweils 4x3 Fliesen sehr einfach und schnell zu verlegen waren. Nach Fertigstellung der kompletten Arbeiten im Schutzraum konnte endlich das Fenster (70x60 cm) mit Spezialklebeschaum befestigt werden. Zur Sicherheit gibt es aber auch noch einige Befestigungsschrauben.




Jetzt waren es gerade noch 8 Tage bis zum Einzug der Nymphies und wir hatten inzwischen zwar einen wunderbaren Unterstand für Regenwetter gebaut, aber von „Käfig“ keine Spur.
Darum musste noch mal eine große Mannschaft von Freunden anrücken, die an einem einzigen Samstag das gesamte doppelte Gitterwerk einschließlich der beiden Gittertüren für die Schleuse mit Schlössern und Scharnierbändern anfertigten. Parallel hierzu wurden schnell noch die letzten Fliesen geklebt und verfugt, ein Wasserhahn montiert und unzählige Kleinigkeiten erledigt werden, denn wir erwarteten ja sehr anspruchvolle Mieter.


In der letzten Woche musste unbedingt auch noch die Elektrotechnik fertig gestellt werden. Leerohre und Kabel wurden ja schon während der Bauarbeiten berücksichtigt, aber das sollte ja auch alles bis zum Einzug der Nymphies funktionieren. Also bekam die AV erstmal eine Verteilung für 6 Sicherungsautomaten, einen Stromzähler und einer Schaltuhr mit Photozelle.
Die 6 Schaltkreise sind wie folgt:
- Taglicht
- Nachtlicht
- Bodenheizung
- Wärmestrahler
- Steckdose für Staubsauger
- Steckdose für Springbrunnen (kommt 2008)
Das Taglicht wird durch die Schaltuhr in Verbindung mit der Photozelle gesteuert. Das Licht brennt ab eingestelltem Helligkeitswert immer, wird jedoch durch die Schaltuhr nachts abgeschaltet. Ist das Taglicht aus schaltet sich automatisch das Nachtlicht an.
Für die Bodenheizung ist ein im Boden integriertes Thermostat zuständig, das die Heizung bei ca. 10°C Bodentemperatur einschaltet. Sinkt die Temperatur im Innenraum trotzdem unter 5°C, so schaltet ein Innenthermostat den Wärmestrahler dazu.

Einen Tag vor Einzug der Nymphies herrschte nochmals große Hektik auf der nun baulich fertiggestellten Aussenvoliere. Es wurden Dutzende von Ästen und anderen Sitzgelegenheiten am Gitter montiert, Schaukeln an die Dachbalken gehängt, 2 Kästen mit Vogelmiere und eine Wildkräuterwiese an das Gitter gehängt, Abflugtisch am Eingang zum Schutzraum gebastelt und so weiter


So, nun haben die 4 Nymphies ihr neues Heim bezogen und fühlen sich nach anfänglicher Scheu schon sehr wohl.

Nach einiger Eingewöhnungszeit und diversen kleineren Umbauten haben sie auch schon ihr Winterquartier bezogen.

Zum Schutz vor Schnee wurden schnell noch 2 Pavillonseitenwände provisorisch am Außengitter befestigt, so dass es jetzt richtig heimelig in der Voliere ist und die neu erworbene Sitzbank auch im Winter zum Verweilen mit den Lieblingen einlädt.

Aktuelle Winterverkleidung:

Der Bericht über den gesamten Bau:
Die Maße des offenen Teils sind 3m x 2,5m
Ziel ist es, dass 5 Nymphensittiche und 3 Wellensittiche einen „eigenen“ ganzjährigen Lebensraum bekommen. Gegebenenfalls sollen weitere Vögel aufgenommen werden können.
Damit die Kleinen das Fliegen nicht verlernen, halte ich LxBxH 3,0x2,5x2,3 Meter für angemessen. So habe ich dann einen Bauplan erstellt.

Hinten seht Ihr den Durchgang wo die Kleinen rauskommen können. Drinnen steht dann eine große Zimmervoliere und wenn es kälter wird, wird auch geheizt mit einer „modernen" Stromflächenspeicherheizung, allerdings nicht auf 20 Grad Raumtemperatur. Mal sehen was die kleine Heizung so abgibt. Immerhin wird 44mm dickes Holz verwendet, welches schon mal besser isoliert als bei sonst üblichen „Gartenhütten“.
Das Material für die Hütte ist daher ganz schön massig, ganze Garage voll:

Bei uns am städtischen See leben ganz viele Nymphen, Wellis und andere Vögel unter solchen "Bedingungen" in einer Großvoliere. Denen scheinen kühlere Temperaturen generell nichts auszumachen, sind auch im Winter immer viele Vögel draußen. Im Sommer ist es natürlich generell klasse für die Vögel.
Das mittlere Loch auf obigem Plan wird eine Tür. Als Boden im Freibereich dachte ich eigentlich an Sand (nicht zu fein), in dieser Großvoliere hatten die so eine Art Kies aber mit gerundeten Steinchen ca 10mm Durchmesser. Also in der Sandversion würde ich dann mit einer feinen Harke "durchkämmen", auswechseln könnte man den ja auch, aber das will man natürlich nicht so oft machen in dieser Größenordnung.
So, angefangen mit einem ordentlichen Fundament:

Anschließend folgt der Rohbau binnen eines Tages, nur zusammenstecken, passt alles auf Maß.

Einige Tage später sind alle Feinarbeiten soweit erledigt. Das Vogelhaus macht sich:

Die Verdrahtung ist einfach, jedoch werde ich schnell von allen Seiten eines besseren belehrt, dass eine doppelte Verdrahtung nötig sei. Katzen, Marder und ähnliche können leicht die Vögel aufschrecken, diese hängen schnell am Gitter und noch schneller kann es dann um deren Füßchen geschehen sein. Näher möchte ich da lieber nicht drauf eingehen.
Zunächst dache ich aus optischen Gründen (mehr Durchsicht) an ein weiteres Gitter aus Nylon, da es aber zu labberich ist musste kurzerhand doch noch eine zweite richtige Verdrahtung her.
Hier mal ein Foto wegen dem Unterschied der Durchsichtigkeit.

Wenn die Sonne drauf scheint ist es noch deutlicher, aber nach so vielen Hinweisen für die Sicherheit der Kleinen wohl ok.
Die Kleinen werden dann hier hinauskommen können.

Die "Spielkameraden" da, kommen aber noch auf den Boden - und dann sieht es für unsere kleinen Freunde in etwa so aus

naja bis jetzt... ein paar Spielereien kommen schon noch rein, Seil und Schaukel, etc.
Auf den knorrigen Haselnusskletterbaum bin ich am meisten stolz. So einer ist nicht oft in der Größe zu bekommen.
Ein weiteres Thema war eine Schleuse, damit die Vögel nicht weghuschen wenn man das Häuschen betritt oder verlässt. Ich meinte eigentlich meine Vögel zu kennen aber wieder ließ ich mich eines besseren belehren. Die Tür müsste ich jetzt versetzen nach links oder rechts, und außerdem ist die Tür für eine Schleuse zu groß dimensioniert, da hätte ich dann vorher die Masse besser einplanen müssen.
Aber zur Beruhigung aller Warnenden, ist die Alternative dazu viel einfacher: nämlich eine Tür vom rechten geschlossenen Teil in den linken offenen Teil des Hauses. Da spare ich den Schleusen"apparat".

Die Inneneinrichtung ist auch weitestgehend komplettiert.
Den Boden hab ich nun mit feinem Sand befüllt, in einer Ecke zur Abwechslung noch Buchengranulat, schön zum Knabbern und Schreddern. Ein paar Gehplatten aus gelben Natursandstein für meine Wenigkeit.

Der komplette Boden ist übrigens mit gerütteltem Schotter gefüllt, dann ca. 8 cm Kies, ein feuchtigkeitsdurchlässiges Flies, und der Silbersand zum Schluss ist mindestens 5 cm dick.. Das ganze ist somit auf jedenfalls auch für den unwahrscheinlichen Fall des Durchgrabens von gewissen Getier sicher.
Wenn das Wetter jetzt noch mal so klasse wird wie in den letzten Wochen, dann werd ich die Kleinen eingewöhnen für ein paar Tage in der Hütte, mit einem Gitter vor den Ausgang damit sie den Durchgang und den Rückweg schon mal kennen lernen. Denn fressen sollen sie nur drinnen.

und dann die Tore aufmachen - bin gespannt wer sich als erster traut!

Später ist noch im Innenteil ein Ausbau denkbar, der etwa LxBxH 1,8x0,8x2,2 Meter betragen würde, dann käme die Zimmervoliere ganz weg.
Viel Spaß wünsche ich den munteren Gesellen.

Der Innenausbau:
Nunja, früher als geahnt habe ich mich dann doch für den Bau eines komfortableren und größeren Innenteils entschieden. Schliesslich soll es an Nichts mangeln. Kurzer Hand alle nötigen Materialien besorgt und schon stand ein Grundgerüst. Hier sieht man dann auch gleich den Unterschied zur bisherigen Zimmervolieren"notlösung"

Von nun an hatte ich jede Menge vorzubereiten, denn irgendwann muß die Zimmervoliere ja auch aus dem Weg. Also den Eingang versperren, denn es soll sich ja niemand verdünnisieren

Nun mußte alles an einem Tag fertig werden, denn ein Umplazieren von Futter, Wasser etc. wollte ich vermeiden.
Das Grundgerüst steht.

Besagtes Füttern und Wasser wird nun komfortabel, durch drehbare Befestigungen

Auch die sperrig zu händelnden Sitzgelegenheiten kommen noch vor dem Gitter rein. So lassen sie sich am besten der Größe anpassen.

Und dann heißt es Gitter passend schneiden und tackern. Die fertigen Schubladen einsetzen, und Sand bzw. Buchenholgranulat einfüllen.

Vielleicht dürfen die Nymphies ja auch mal außergewöhnliche Wege benutzen, die Türen können sie ja leiten..

Innen alles vervollständigt.

Die drehbaren Futterhalter befüllt, und fertig. Puh alles an einem Tag:

So sieht das ganze nun insgesamt aus:

Das Dach wurde im Sommer 2010 erneuert, da die Dichtigkeit der einfachen Erstabdeckung nicht mehr hielt. Das Dach vor der Renovierung:

Das Dach nach der Renovierung:


